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Freitag, 01 September 2017 12:00

Virgin Guards ernten die Früchte ihrer Jugendarbeit

geschrieben/veröffentlicht von/durch Markus Schulz
Marcus Hellriegel trägt die Vereinsflagge beim Einlauf Marcus Hellriegel trägt die Vereinsflagge beim Einlauf Foto: Stauf-Foto.de
Die Magdeburg Virgin Guards sind zurück in der Regionalliga. Der frühere Zweitligist holte in einem Schlussspurt die Meisterschaft der Oberliga Ost. Touchdown24 sprach mit Tight End Marcus Hellriegel.
Nach vier Jahren Abstinenz kehren die Virgin Guards nun also in die Drittklassigkeit zurück. Touchdown24 sprach mit Tight End und Vorstandsmitglied Marcus Hellriegel über die Saison der Virgin Guards, die Zukunft und die Entwicklung des Football-Sports im Osten allgemein.

Touchdown24: Vier Jahre nach der letzten Regionalliga-Saison sind die Magdeburg Virgin Guards in die Regionalliga zurückgekehrt. Wie hast du den Saisonverlauf wahrgenommen?

Marcus Hellriegel: Es war natürlich schwierig. Wir hatten uns erstmals nach langer Zeit wieder einen externen Head Coach gegönnt, der sehr viel Arbeit ins Team und die Entwicklung gesteckt hat. Leider ist Mark Garza dann plötzlich im Februar diesen Jahres verstorben, was uns natürlich alle schockiert hat. Es gab dann zum Saisonstart auch zwei Rückschläge durch die Niederlagen gegen die Erfurt Indigos und die Berlin Thunderbirds. Letztendlich hatte uns dann aber in die Karten gespielt, dass sich die anderen Teams gegenseitig die Punkte abgenommen haben und wir dann zu einem Zeitpunkt wussten, wenn wir die letzten drei Spiele gewinnen, können wir aus eigener Kraft aufsteigen.

Touchdown24: Du hattest den plötzlichen Tod von Mark Garza bereits angesprochen. Wie hat das Team dieses Ereignis verarbeitet und hat das die Mannschaft noch etwas mehr zusammengeschweißt?

Hellriegel: Wir haben gesagt, dass wir das jetzt erst recht für Mark durchziehen und zuende bringen, was er angefangen hat. Glücklicherweise hat das am Ende auch gut funktioniert.

Touchdown24: Ungewöhnlich offen hattet ihr das Saisonziel Aufstieg formuliert. Hattet ihr keine Angst an euren Ansprüchen zu scheitern?

Hellriegel: Natürlich hatten wir auch Sorgen, aber wir hatten das Ziel vorher nunmal so formuliert. Man muss an dieser Stelle aber auch mal unseren neuen Quarterback Lennart Lüttgau erwähnen, der von den Leipzig Lions zu uns gewechselt war, als Spielertrainer hier viel Arbeit hineingesteckt hat, vom Spielfeld bis zum Scouting aktiv war und einfach eine riesige Saison gespielt hat.

Touchdown24: Wie stark schätzt du die Regionalliga Ost ein und welche Rolle werden die Virgin Guards dort spielen?

Hellriegel: Natürlich müssen wir in die Liga erstmal reinkommen. Aber ich denke schon, dass wir das Potenziel haben, um mitzuspielen. Vielleicht nicht gleich ganz oben um den Aufstieg, aber im Mittelfeld und wenn es gut läuft sogar im vorderen Mittelfeld.

Touchdown24: Die Virgin Guards waren 2010 und 2011 in der GFL2. Gibt es Visionen oder gar Planungen dort wieder hinzukommen?

Hellriegel: Wir sind ja damals als finanziellen Gründen freiwillig zurück in die Regionalliga und dann später in Oberliga zurückgestuft worden, weil der Verband seine bestehenden Regelungen in Hinblick auf den Jugend-Unterbau umgesetzt hat. Seitdem liegt unser Fokus auf der Jugendarbeit. Wir wollen uns aus der Jugend heraus so breit wie möglich aufstellen, so dass wir nicht einkaufen müssen, wie früher, als wir auf teure US-Importe gesetzt haben. Zumindest in der Oberliga und auch in der Regionalliga werden wir den Weg ohne Importe weiter verfolgen. Wir ernten gerade die Früchte unserer Jugendarbeit und sind sehr stolz darauf.

Touchdown24: Zum Schluss mal etwas über den Tellerrand des Vereins hinausgeschaut. Welchen Stellenwert besitzt der Football überhaupt im Osten?

Hellriegel: Der Sport ist groß im Kommen. Vor wenigen Jahren waren die Ligen noch extrem dünn besiedelt. Aktuell haben wir aber 15 Teams in den Landesligen. Das ist eine sehr gute Entwicklung, wenngleich der Verband die Ligen besser regeln könnte. Es gibt Spiele, bei denen ein erfahrener Absteiger auf einen neuen Verein mit Football-Anfängern trifft und die dann 100:0 vom Platz schickt. Das macht den Verlierern natürlich wenig Spaß. Aber grundsätzlich ist die Entwicklung sehr positiv und ich hoffe, dass auch in Sachsen-Anhalt noch ein paar Teams hinzukommen werden. Aktuell sind wir mit den Wernigerode Mountain Tigers, den Halle Falken und den Wittenberg Saints nur zu viert in unserem Bundesland.

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