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Freitag, 19 Mai 2017 10:50

Wolfpack-Headcoach Lux: "Mittelfristig möchte ich aufsteigen"

geschrieben/veröffentlicht von/durch Markus Schulz
Lux: "Ich bin mit dem Saisonstart zufrieden" Lux: "Ich bin mit dem Saisonstart zufrieden" Joss Wehrmann/Pictures of Dreams
Interview mit David Lux - Was geht in Mönchengladbach? Nach dem Ende der ruhmreichen Mavericks ist es ruhig in der Mönchengladbacher Football-Landschaft geworden. Ganz ruhig?

Nein, denn am Niederrhein ist das Heulen der Wölfe zu hören. Mit Mönchengladbach Wolfpack bringt sich gerade ein Verein in der Oberliga NRW in Stellung. Touchdown24 sprach mit Headcoach David Lux über den Saisonstart, den nächsten Gegner und die Zukunft.

Touchdown24: Hallo David, das Wolfpack hat am zweiten Spieltag gegen gegen die Aachen Vampires den ersten Saisonsieg eingefahren. Wie bewertest du die bisherige Saison?

David Lux: Wir haben direkt zu Beginn mit den Gelsenkirchen Devils und den Aachen Vampires die beiden Aufstiegsaspiranten als Gegner gehabt. In Gelsenkirchen haben wir verloren, die Niederlage war unnötig, denn sie kam aufgrund individueller Fehler zustande. Dennoch bin ich mit dem Saisonstart zufrieden.

Touchdown24: Gegen den Regionalliga-Absteiger aus Aachen war Mönchengladbach ja Außenseiter. Wie ist es zu dem Sieg gekommen?

Lux: Wir haben in der Vorbereitung gegen den Remscheid Amboss und im ersten Spiel gegen die Devils in der Defense den Fehler gemacht, Änderungen während des Spiels, die wir Coaches an der Sideline gemacht haben, nicht auf dem Feld umzusetzen. Gegen Aachen haben die Spieler das eins-zu-eins umgesetzt. Die Offense hat zum Ende des Spiels eine der wenigen Schwachstellen in der Aachener Verteidigung ausgenutzt und die Special Teams haben besonders im Kick-off Return einen guten Job gemacht. Am Ende war dieser Sieg aber ein Verdienst unserer Defense.

Touchdown24: Mit Jeroen Timmer hat das Wolfpack einen starken Runningback in seine Reihen bekommen. Wie groß ist sein Anteil am positiven Saisonstart?

Lux: Jeroen bringt eine Menge Erfahrung mit sich. Er ist schwer zu tackeln und gibt immer 100 Prozent. Zudem hat er sich, genauso wie seine niederländischen Kollegen Jeroen van den Berk und Eduard Vet, super ins Team eingefügt und stellt auch hier eine absolute Bereicherung da. In Gelsenkirchen hat er zwei Touchdowns erlaufen, gegen die Vampires hatte er einen grippalen Effekt und konnte daher kaum spielen. Das hat man schon gemerkt. Unser zweiter starker Runningback, Sebastian Thiel, hat sich direkt im ersten Play einen Muskelfaserriss zugezogen, unser Laufspiel hat darunter schon sehr gelitten.

Touchdown24: Mit den Münster Blackhawks steht euer nächster Gegner überraschend als Aufsteiger auf Platz eins der Oberliga NRW. Wie denkst du, lauten eure Chancen am kommenden Wochenende?

Lux: Natürlich haben wir die Blackhawks gescoutet und werden optimal vorbereitet in die Partie gehen. Vom Sieg gegen die Mammuts war ich schon überrascht, dass gegen die Duisburg Thunderbirds gewonnen wurde, nicht. Duisburg scheint als Aufsteiger noch nicht ganz in der Oberloga angekommen zu sein, wird sich aber bestimmt noch steigern. Ich bin überzeugt, dass wir gewinnen können, wenn wir unsere Fehler minimieren und das spielen, was wir können.

Touchdown24: Was denkst du, kann das Wolfpack diese Saison in der Endabrechnung erreichen?

Lux: Unser Saisonziel lautet besser zu sein als letztes Jahr, das würde mindestens fünf Siege und fünf Niederlagen bedeuten (2016 waren wir vier Siege, fünf Niederlagen und ein Remis, Anm.d.Red.). Ich denke, dass eine positive Saisonbilanz durchaus im Bereich des Möglichen ist. Dazu müssen wir immer hoch konzentriert auftreten, die Liga ist sehr eng, jeder scheint jeden schlagen zu können, Duisburg aktuell ausgenommen.

Touchdown24: Wie lauten die mittelfristigen Ziele?

Lux: Mittelfristig möchte ich natürlich aufsteigen. Dazu fehlt uns aktuell aber noch die Tiefe im Kader und die gilt es sich zu erarbeiten. Die Dortmund Giants sind aktuell ein gutes, warnendes Beispiel. 2016 mit 9 Siegen und 1 Niederlagen aufgestiegen, haben sie in den ersten beiden Spielen in der Regionalliga 103 Punkte kassiert und selber keinen erzielen können. Man muss also für so einen Aufstieg auch bereit sein.

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