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Mittwoch, 10 Mai 2017 21:34

Bürling: "Das Resultat aus guter Teamarbeit"

geschrieben/veröffentlicht von/durch Markus Schulz
Acht Touchdowns nach zwei Spieltagen: Pepe Bürling (#4) Acht Touchdowns nach zwei Spieltagen: Pepe Bürling (#4) Jets/Richard Welde
Am kommenden Samstag (ab 18 Uhr) gastieren die Bielefeld Bulldogs im Duell zweier Aufstiegsfavoriten bei den Troisdorf Jets.

Auf dem Feld kommt es dann auch zu einem besonderen Duell - die beiden wahrscheinlich stärksten Runningsbacks der Regionalliga-West-Staffel treffen aufeinander: Philipp "Pepe" Bürling auf Seiten der Jets und der NFL-erfahrene Keshawn Hill im Trikot der Bulldogs. Nach zwei Spieltagen steht es derweil 8:2 für Bürling. Schon achtmal brachte der Jets-Ballträger das Ei in die gegnerische Endzone, sein US-amerikanischen Pendant, der am 1. Spieltag allerdings eine Spielsperre abgesessen hatte, erst zweimal.

Touchdown24 sprach kurz vor dem Topspiel der West-Staffel mit "Pepe" Bürling über seine Rückkehr von den Bonn Gamecocks nach Troisdorf, das Geheimnis seiner Stärke und die Jets.


Touchdown24:
Hallo Pepe, zwei Spieltage sind in der Regionalliga bereits gespielt. Wie fühlt es sich an, wieder das Trikot der Troisdorf Jets zu tragen?

Pepe Bürling: Es macht Spaß mit den Jungs wieder auf dem Feld zu stehen, die Stimmung im Stadion ist großartig und ich habe seit langer Zeit wieder Spaß am Footballspielen. Wenn es dann noch läuft, wie die ersten beiden Spieltage, kann man sich wirklich nicht beschweren.

TD24: Erzähl mal etwas zu deinem Werdegang. Du hast früher bereits für die Jets gespielt und bist ja nun zurückgekommen.

Pepe Bürling: Meine ersten Erfahrungen mit Football habe ich mit 13 Jahren gemacht, und war direkt angefixt. Ich habe damals bei den Jets in der Jugend angefangen und habe schon damals recht erfolgreich Runningback gespielt. Als ich dann zu den Seniors hochgezogen wurde, habe ich mir unglücklicherweise ein Kreuzband in einem Spiel gegen Bielefeld gerissen. Das gab mir die Chance, etwas Abstand zum Football zu gewinnen und hat mich neugierig gemacht auch mal ein komplett anderes Spielsystem zu spielen. So ist der Kontakt zu den Gamecocks entstanden, mit denen ich jetzt noch eng im Kontakt stehe. Für die Gamecocks habe ich insgesamt fünf Seasons in der GFL2 absolviert. Doch irgendwann packte mich das Gefühl wieder zurück in meinen alten Verein zu wollen. Da sich dies beruflich und zeitlich besonders Ende 2016 anbot, habe ich den Schritt zurück gewagt und das wurde auch von den Gamecocks selbstverständlich akzeptiert.

TD24: War der Kontakt zu den Jets immer da? Hast du dich immer über Troisdorfs Ergebnisse auf dem Laufenden gehalten?

Bürling: Kontakt zu den Jets gab es die ersten Jahre sporadisch. Ich musste mich erstmal bei den Gamecocks einleben, neu beweisen, und hatte privat auch so viel um die Ohren, sodass es anders gar nicht möglich war. Dennoch tauschte ich mich gelegentlich mit Andreas Heinen (Jets-Headcoach, Anm.d.Red.) und alten Freunden aus und habe den Jets selbstverständlich immer, sofern es nicht gegen uns ging, die Daumen gedrückt.

TD24: Die Jets sind mit zwei Siegen in die Saison gestartet, du hast mit insgesamt acht Touchdowns maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Sind die Jets so stark, die Konkurrenten so schwach oder wie gelingt es dir, so häufig den Ball in die Endzone zu tragen?

Bürling: Ich denke, dass wir eine solide Truppe aufbieten, sollte spätestens nach den ersten beiden Spieltagen kein Geheimnis mehr sein. Gegen Dortmund hatten wir einen überragenden Tag, an dem ein Zahnrad in das andere gegriffen hat und wir nahezu fehlerlos auf beiden Seiten des Balls operiert haben. Dass ich das Glück habe, das Ei so oft in die Endzone zu tragen, ist das Resultat aus guter Teamarbeit, das möchte ich mir gar nicht auf meine Fahne schreiben und spielt für mich ehrlich gesagt auch keine große Rolle, solange das Ergebnis am Ende stimmt.

TD24: Am kommenden Spieltag ist GFL2-Absteiger Bielefeld Bulldogs bei euch im Aggerstadion zu Gast. Es könnte zum Runningback-Duell mit dem NFL-erfahrenen Keshawn Hill auf Seiten der Bielefelder kommen. Was glaubst du, wer bringt am Ende mehr Punkte aufs Scoreboard?

Bürling: Ich kenne Bielefeld noch aus den letzten Saisons mit den Gamecocks. Damals waren die Begegnungen immer sehr physisch und Bielefeld war wirklich ein gut gecoachter, sympathischer Gegner. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir am Ende die Nase vorn haben werden, und ich vertraue unserer Defense, dass wir Keshawn Hill und die anderen Importspieler kontrolliert bekommen.

TD24: Unabhängig vom Bulldogs-Spiel: Was ist für die Jets in dieser Saison drin?

Bürling: Unser Anspruch ist ganz klar oben anzugreifen, wenn wir weiterhin so diszipliniert spielen, wie gegen die Giants, wird es vermutlich schwer werden, uns zu schlagen.

TD24: Wären die Jets breit genug aufgestellt, um in der GFL2 zu bestehen?

Bürling: Es ist noch so früh in der Season, dass man dazu noch keine gute Aussage treffen kann. Wir sind eine sehr junge, bunt gemischte Truppe mit viel Spaß beim Training. Es wird sich zeigen wie viel wir von unserem großen Potential am Ende abrufen können!

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