Drei, auf die es ankommt im Super Bowl: die Verteidiger Nick Bosa, DeForest Buckner und Richard Sherman (v.l.n.r.) Drei, auf die es ankommt im Super Bowl: die Verteidiger Nick Bosa, DeForest Buckner und Richard Sherman (v.l.n.r.) imago images / Icon SM

Road to Super Bowl: Die 49ers sind immer schwer zu schlagen

geschrieben/veröffentlicht von/durch  Peter Dewald 31.01.2020
Nur dreimal hat San Francisco diese Saison verloren und alle drei Spiele erst mit dem allerletzten Spielzug. Egal, wie stark der gegnerische Angriff war, den 49es gelang es immer, dranzubleiben, wie etwa beim Shoot-Out mit den New Orleans Saints am 14. Spieltag.

Das Laufspiel ist die große Stärke des Angriffs, aber Quarterback Jimmy Garoppolo hat gezeigt, auch er kann ein Spiel dominieren.

Patrick Mahomes soll den Ball möglichst wenig in Händen halten, Spieluhr und Ball kontrollieren, das ist für die 49ers oberstes Ziel. Mit dem Laufspiel allein wird das aber nicht gelingen. Das zeigte das NFC Championship Game. Da liefen die 49ers 42 Mal und hatten den Ball trotzdem zweieinhalb Minuten weniger als Gegner Green Bay.

In der Verteidigung ist die Defensive Line der Schlüssel. Allein mit den vier Vorderverteidigern gelang es San Francsico bei 34 Prozent der Passspielzüge Druck aufzubauen, top in der NFL. Die Niners setzen selten Blitzes ein (Nr. 31), diese Strategie werden sie gegen Kansas City beibehalten, gegen Mahomes brauchen sie jeden frei verfügbaren Verteidiger in der Deckungsarbeit. Die 49ers müssen alles daran setzen, Mahomes in der Pass-Pocket zu halten. Das wird schwer, denn er ist sehr beweglich und er kann, wie kein ein anderer Quarterback, aus jeder Situation heraus noch werfen. Auch ist Mahomes ein guter Scrambler, das könnte ein Rezept von KC sein, denn los rennende Quarterbacks verteidigte San Francisco schwach.

Bei ihren zwei Playoff-Siegen rannten die Niners zu 75 Prozent. "Solange die Gegner das Laufspiel nicht stoppen, rennen wir einfach weiter“, war da die Devise. Gut möglich, dass sie diese Taktik gegen KC etwas aufbrechen. Eine Wahl wäre, das Laufspiel anzutäuschen und dann zu werfen, also Play-Action-Spielzüge einzubauen, darin ist Jimmy Garoppolo besonders gut. Verhindern könnten die Niners damit auch, dass die Chiefs mit immer mehr Verteidigern nach vorne rücken.

Slot Corner Kendall Fuller ist die Schwachstelle in der ansonsten guten Chiefs-Secondary um Safety Tyrann Mathieu. Die 49ers werden versuchen, Fuller mit speziellen Spielzügen in Manndeckung zu bringen, Angriffs-Sets mit drei Receivern sind daher eine Option.
Gegen Green Bay attackierten die Niners mit dem Laufspiel häufig die Edge Rusher. Das wäre auch ein Rezept, um den Pass Rush von DE Frank Clark einzudämmen, der zuletzt kaum zu halten war (sechs Sacks in den letzten vier Spielen).

Es wird ein enges Spiel. Gut möglich, dass die Kicker am Ende entscheiden. Robbie Gould (49ers) hat die letzten 13 Field Goals verwandelt, aber er hatte ein durchwachsenes Jahr, traf nur 74 Prozent und schaffte nur einen seiner fünf FG-Versuche von 50+. Harrison Butker von den Chiefs war hier viel besser, 90 Prozent seiner Field Goals traf er und die Hälfte von 50+.

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