Österreichs neue NFL-Hoffnung: Sandro Platzgummer Österreichs neue NFL-Hoffnung: Sandro Platzgummer imago images / Rolf Simeon

Platzgummer, Bada, Eberle – deutschsprachige Spieler hoffen auf NFL-Karriere

geschrieben/veröffentlicht von/durch  Dirk Kaiser 28.04.2020
Sandro Platzgummer hat es als erster Tiroler in die National Football League geschafft. Der Runningback der Swarco Raiders aus Österreich empfahl sich über das International Pathway Program und erhielt einen Vertrag bei den New York Giants.

Ebenfalls eine Chance in der NFL erhält der Deutsche David Bada. Der Defensive End, der in der GFL für die Ingolstadt Dukes und Schwäbisch Hall Unicorns aktiv war, landete bei den Washington Redskins. Außerdem unterschrieb Kicker Dominik Eberle als Undrafted Free Agent bei den Las Vegas Raiders.

“Ein wahnsinnig schönes Gefühl, die erlösende Nachricht zu bekommen“, sagte das Eigengewächs des Football-Teams aus Innsbruck in einer Stellungnahme gegenüber dem ORF. Der 23-Jährige Platzgummer ist nun erstmal Teil des Practice Squads und kann die gesamte Saison über mit den Giants trainieren, gleiches gilt für Bada bei den Redskins. Ob beide Spieler auch Chancen auf Einsätze haben werden, entscheidet sich kurz vor Saisonstart beim finalen Roster Cut.

Im Normalfall verbleiben Spieler des Pathway Programs als zusätzlicher elfter Spieler im Trainingskader und können während dieser Zeit nicht in den aktiven Kader hochgezogen werden. Es gilt vielmehr, sich über eine Saison lang für den Kader der Folgesaison anzubieten. Dass es aber auch anders geht, bewies Jakob Johnson in der vergangenen Spielzeit. Der Fullback, zuvor in der GFL bei den Stuttgart Scorpions aktiv, überzeugte im Training so sehr, dass die New England Patriots ihm einen regulären Platz in ihrem Practice Squad gaben. Nach der Verletzung von James Develin wurde Johnson dann tatsächlich hochgezogen und bekam Einsatzzeit bei den Patriots.

Sollte es Platzgummer tatsächlich zu einem NFL-Spiel bringen, dann wäre er der vierte Österreicher in der US-Profiliga und der erste, der kein Kicker ist. Zuvor hatten es Toni Fritsch (1971 bis 1985), Toni Linhart (1972 bis 1979) und Ray Wersching (1973 bis 1987) in die National Football League geschafft. Wersching wurde mit den San Francisco 49ers zweimal Super-Bowl-Champion, Fritsch gewann mit den Dallas Cowboys einmal die Vince-Lombardi-Trophäe.

Neben Platzgummer und Bada, der zum zweiten Mal Teil des Pathway Programs war, darf sich auch ein weiterer deutschsprachiger Spieler Hoffnungen auf eine NFL-Karriere machen. Kicker Dominik Eberle wurde beim Draft zwar nicht ausgewählt, doch kurz darauf durfte sich der gebürtige Franke, der im College für die Utah State Aggies Rekorde sammelte, über einen Vertrag als Undrafted Free Agent bei den Las Vegas Raiders freuen. Unter Head Coach Jon Gruden hat er nun die Chance, sich über den Sommer für den Platz als Stamm-Kicker der Raiders zu empfehlen.

Dieser Artikel ist zur Zeit leider nicht verfügbar.
6.50 EUR
Heft 33 Ausgabe MAI 2020 Deines American Football Magazins TOUCHDOWN24.

Dein Warenkorb

Gesamtsumme:   0.00 EUR
Zum Warenkorb

TOUCHDOWN24 im Abo

td24 abo 300x300

Anzeige

Händler finden

Meistgelesen

Kommentar: Huber macht sich seine Welt, widewide wie sie ihm gefällt

01.05.2020 GFL Patrick Rebien

Gäbe es einen Guinness-Rekord für die Distanz zwischen einem Verband und seinem Sport, hätte der ...