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Sonntag, 09 April 2017 10:00

Peterson, Charles, Blount – keine Verträge für die alte Garde?

geschrieben/veröffentlicht von/durch Markus Schulz
Klangvolle Namen, die in dieser Free Agency auf dem Markt für Runningbacks zu haben sind – oder besser wären? Adrian Peterson, Jamaal Charles, LeGarrette Blount – doch kein NFL-Team greift bisher zu.

Es ist wie verhext. Adrian Peterson, der vielleicht beste Runningback der letzten Dekade, sucht verzweifelt nach einer Fortsetzung seiner eindrucksvollen NFL-Karriere. 13.692 Yards Raumgewinn und 102 Touchdowns hat der 32-Jährige in zehn Spielzeiten für die Minnesota Vikings erlaufen und gefangen, doch eine Anstellung für die kommende Saison ist in weiter Ferne. Die Vikings hatten sich von Peterson nach der abgelaufenen Spielzeit, die der Superstar verletzungsbedingt nahezu komplett verpasst hatte, getrennt – danach folgten Gespräche mit den Seattle Seahawks und New England Patriots – ohne Vertragsabschluss.

Dabei bietet sich Peterson an, wie „sauer Bier“, will auf Gehalt verzichten, die New Orleans Saints sind der nächste Gesprächspartner. Doch Peterson ist nicht der einzige aktuell vertragslose Runningback, der bei vielen Teams in die Kategorie „zu alt, zu verletzungsanfällig, zu teuer“ fällt. Jamaal Charles kann nach neun Spielzeiten im Trikot der Kansas City Chiefs ebenfalls auf eine eindrucksvolle Bilanz verweisen: 9717 Yards und 63 Touchdowns – doch ein Interesse gibt es am 30-Jährigen nicht.

So geht es auch einem frischgebackenen Superbowl-Sieger: LeGarrette Blount, bis vor kurzem von den New England Patriots. Der ebenfalls 30-Jährige hat nicht ganz so eindrucksvolle Karrierestatistiken (5459 Yards und 50 Touchdowns in acht Saisons), spielte aber mit 1199 Yards und 18 Touchdowns im vergangenen Jahr die beste Runde seiner Karriere und war im Vergleich zu seinen Leidensgenossen 2016 topfit. Doch auch hier: Kein Interesse allenthalben.

Marshawn Lynch als Gegenentwurf?

Ein Grund für das zurückhaltende Verhalten der NFL-Teams ist im bevorstehenden Draft zu finden. Der Veranstaltung, die vom 27. bis 29. April in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania stattfinden wird, wird ein außerordentlich starker Runningback-Draft-Jahrgang nachgesagt. Leonard Fournette von der Louisiana State University wird ein ähnlicher Rookie-Einstand zugetraut, wie es Ezekiel Elliott von den Dallas Cowboys im letzten Jahr gelungen ist.

Doch Fournette ist nicht der einzige verheißungsvolle Kandidat: Dalvin Cook (Florida State), Alvin Kamara (University of Tennessee), Christian McCaffrey (Stanford) oder Curtis Samuel (Ohio State) sind weitere Talente, um früh gedraftet zu werden.

Einem kurzzeitig Vertragslosen, - zugegeben mit 26 Jahren noch im besten Alter für einen NFL-Runningback - dem es trotz seiner Krankenakte, seiner Gehaltsvorstellungen und des Draft-Jahrgangs gelungen ist, von einem Top-Verein zum nächsten zu wechseln, ist Eddy Lacy. Nach vier Jahren bei den Green Bay Packers hat sich der Tank den Seattle Seahawks angeschlossen und versucht dort die Lücke zu schließen, die Marshawn Lynch nach seinem Karriereende im Februar 2016 hinterlassen hat und die 2017 nur phasenweise von seinen Nachfolgern geschlossen werden konnte.

Wer? Marshawn Lynch, Beastmode! Und dieser Lynch schickt sich nun an seine Karriere noch einmal fortzusetzen und stiehlt allen noch so klangvollen Namen die Show, ehe er auch nur einmal einen Trainingsplatz betreten hat. Lynch, der am 22. April immerhin seinen 31. Geburtstag feiern wird, ist so über alle Zweifel erhaben, dass es den Anschein hat, als könne er sich sein Team sogar aussuchen. Die Oakland Raiders sollen es sein, wie praktisch, ist Beastmode doch genau dort wohnhaft. Und wie praktisch, hat Starting-Runningback Latavius Murray bei den Raiders doch mit seinem Wechsel zu den Minnesota Vikings grad erst eine Planstelle freigemacht.

Bei den Vikings wird Murray übrigens Nachfolger eines gewissen Adrian Peterson – da schließt sich der Kreis.

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