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Freitag, 21 April 2017 22:00

Draft-Vorschau: NFC West - O-Liner im Fokus

geschrieben/veröffentlicht von/durch Markus Schulz
Nur noch wenige Tage, dann findet in Philadelphia die diesjährige Draft-Veranstaltung statt. Touchdown24 blickt auf den Höhepunkt der Offseason und gibt seine Einschätzung - Teil 2: Die NFC West.

Beim Draft darf jedes Team, je nach Abschneiden in der Vorsaison, in umgekehrter Reihenfolge einen College-Spieler verpflichten. Da die Draft-Positionen gehandelt werden können, kann diese sportlich ermittelte Reihenfolge allerdings noch durcheinander geraten. Eine hervorragende Gelegenheit, gerade für die schwächeren Teams, sich auf diesem Wege zu verstärken. Touchdown24 hat die Kader analysiert und erklärt divisionsweise, welches Team auf welcher Position den größten Bedarf hat und welche Spieler sich dafür anbieten.

Im zweiten Teil gehen wir in die NFC West, aus der die San Francisco 49ers an zweiter Stelle draften dürfen:

SAN FRANCISCO 49ERS

Die 49ers haben eine eine Horrorsaison hinter sich. Nur zwei von 16 Spielen wurden gewonnen, die Unzulänglichkeiten im Kader sind groß, wie selten zuvor. Baustellen gibt es sowohl in Offense als auch in der Defense so weit das Auge reicht. Hoffnung macht da allenfalls Kyle Shanahan, der als neuer Headcoach die Geschicke schwingt und als Offensive Coordinator der Atlanta Falcons gezeigt hat, dass er eine Angriffsmaschine aufbauen kann.

Normalerweise, wenn man so viele Baustellen im Kader hat, lautet das Erfolgsrezept, erstmal die Defense dicht zu bekommen. Dass eine funktionierende Defense sogar bis zum Titelgewinn reichen kann, haben die Denver Broncos im Superbowl 50 zuletzt unter Beweis gestellt, als gleichsam eine allenfalls mittelmäßige Offense den Gewinn der Meisterschaft nicht verhindern konnte.

Vor allem das Defensive Backfield bräuchte da in San Francisco Verstärkung. Doch wird ein Cornerback wirklich schon an zweiter Stelle gedraftet werden? Wohl eher nicht! Zumal die 49ers insgesamt zehn Draftpicks zur Verfügung haben und man sich weiter hinten noch immer um das Backfield kümmern kann. Vieles spricht dafür, vor allem auch die Falcons-Geschichte Shanahans, dass eher ein Quarterback, ein Wide Receiver oder ein O-Liner in den Fokus der 49ers rücken könnte.

Da mit Pierre Garcon von den Washington Redskins bereits ein passabler Passempfänger in der Free Agency verpflichtet wurde, könnte einer der hoch gehandelten Quarterbacks erste Wahl sein: North Carolinas Mitchell Trubisky, Clemsons Deshaun Watson, Notre Dames Deshone Kizer oder Texas Techs Patrick Mahomes.

Draft-Needs: CB, QB, WR, OT
Touchdown24-Vorhersage: In anderen Jahren muss man sich nach vorne traden, um die Chance auf den besten Quarterback des Jahrgangs zu bekommen. Wenn man nun an zweiter Stelle dran ist, einen Quarterback braucht und noch die freie Auswahl hat, dann wird Shanahan seinen favorisierten Spielgestalter haben wollen. Wir tippen auf Mitchell Trubisky.

ARIZONA CARDINALS

Die Cardinals haben in der letzten Saison die Erwartungen nicht erfüllt. Und die Schwierigkeiten im Kader waren offensichtlich. Die O-Line war zu löchrig, um dem alternden Quarterback Carson Palmer (37 Jahre) genug Schutz zu bieten. Zudem war Runningback David Johnson noch der beste Passempfänger, auch weil Urgestein Larry Fitzgerald (33) sein Alter langsam aber sicher zu spüren bekam.

Da ein von einer brauchbaren O-Line geschützter Palmer noch immer zu den besseren Ballverteilern der NFL gehört, werden die Cardinals seinen potenziellen Nachfolger erst in einer späteren Runde draften. Daher sind ein O-Liner wie Alabamas Cam Robinson, Ryan Ramczyk aus Wisconsin oder Garrett Bolles aus Utah eine wahrscheinlichere Wahl.

Sollte aber einer der top Wide Receiver wie Clemsons Mike Williams oder Corey Davis von Western Michigan noch verfügbar sein, scheint ein Passempfänger noch wahrscheinlicher.

Draft-Needs: WR, OT, (QB)
Touchdown24-Vorhersage: Mike Williams oder Corey Davis wird das Rennen machen. Sind beide schon vom Markt, wird die Wahl auf Ryan Ramczyk oder Garrett Bolles fallen.

SEATTLE SEAHAWKS

Die Seattle Seahawks gehören spätestens seit ihrem Titelgewinn in Superbowl 48 immer zu den Teams, die klare Playoff-Ambitionen haben. Dass es vor allem in der jüngsten Vergangenheit nicht mehr zum ganz großen Wurf reichte, lag vor allem an der lückenhaften O-Line, die Star-Quarterback Russell Wilson, so flink seine Beine auch sind, zu häufig zu wenig Zeit für seine Spielzüge verschaffte.

Hier wird der Fokus von Headcoach Pete Carroll liegen, der ansonsten auch einen Defensive End oder – sollte Superstar Richard Sherman die Franchise noch wechseln – die Verpflichtung eines Cornerbacks primär ins Auge fassen wird. Insgesamt acht Draftpicks haben die Seahawks aber zur Verfügung, Zeit genug, um auch hier Verstärkungen in späteren Runden zu finden.

Draft-Needs: OT, DE, (CB)
Touchdown24-Vorhersage: Die Wahl wird auf einen O-Liner fallen, sollten Ramczyk, Bolles oder Robinson noch zu haben sein.

LOS ANGELES RAMS

Was haben die LA Rams im Draft 2016 an zukünftigen Pickrechten abgegeben, um an erster Stelle Quarterback Jared Goff zu draften, der dann zuerst hinter Case Keenum festsaß und später, als er dann spielen durfte, viele Erwartungen schuldig blieb. Die Konsequenzen dieser zweifelhaften Entscheidungen bekommen die Rams schon ein Jahr später zu spüren.

Erstmals darf die Franchise aus dem US-Bundesstaat Kalifornien an 69. Stelle draften, kommt also in Runde eins gar nicht zum Zug. Da die Defense der Rams 2016 zumindest phasenweise gut stand, wird Headcoach Sean McVay seiner Offense Verstärkung zukommen lassen wollen. Hier ganz besonders im Fokus: Ein O-Liner und ein Wide Receiver. Oder gar ein Quarterback? Wenn McVay Goff keine Entwicklung zutraut, scheint auch das im Bereich des Möglichen.

Draft-Needs: OT, WR, (QB)
Touchdown24-Vorhersage:Eine namentliche Vorhersage für Position 69 zu finden, wäre reines Glücksspiel. Man wird den besten O-Liner nehmen, der dann noch verfügbar ist.

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Ergebnisse NFL 2017

Divisional Playoffs

Divisional Playoffs
Philadelphia Eagles 15:10 Atlanta Falcons
New England Patriots 35:14 Tennessee Titans
Pittsburgh Steelers 42:45 Jacksonville Jaguars
Minnesota Vikings 29:24 New Orleans Saints

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