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Samstag, 22 April 2017 20:00

Draft-Vorschau: In der NFC North müssen die Bears nicht nur eine Lücke schließen

geschrieben/veröffentlicht von/durch Markus Schulz
Nur noch wenige Tage, dann findet in Philadelphia die diesjährige Draft-Veranstaltung statt. Touchdown24 blickt auf den Höhepunkt der Offseason und gibt seine Einschätzung - Teil 3: Die NFC North.

Beim Draft darf jedes Team, je nach Abschneiden in der Vorsaison, in umgekehrter Reihenfolge einen College-Spieler verpflichten. Da die Draft-Positionen gehandelt werden können, kann diese sportlich ermittelte Reihenfolge allerdings noch durcheinander geraten. Eine hervorragende Gelegenheit, gerade für die schwächeren Teams, sich auf diesem Wege zu verstärken. Touchdown24 hat die Kader analysiert und erklärt divisionsweise, welches Team auf welcher Position den größten Bedarf hat und welche Spieler sich dafür anbieten.

Im dritten Teil haben die Chicago Bears einige Kaderbaustellen und haben als einziges Team der Division ein frühes Draftrecht.

CHICAGO BEARS

Drei Siege, 13 Niederlagen, zweitschlechtestes Team der NFC in der letzten Saison. Der Superbowl-Champion von 1985 ist seit der letzten starken Saison im Jahre 2010 mit der damaligen Teilnahme im NFC-Finale am zwischenzeitlichen Tiefpunkt angekommen. Die Kaderbaustellen sind groß, die Offense um den ausgeschiedenen Jay Cutler war 2016 ebenso eine Baustelle wie die Defense, die die meisten Punkte ihrer Division zuließ.

Der seit Jahren in der Kritik stehende Cutler ist mittlerweile auf den Free-Agent-Markt gewechselt, Heil bringen soll Mike Glennon, der 2013 von den Tampa Bay Buccaneers gedraftet worden war, seitdem aber nicht über die Rolle des Edelreservisten hinauskam. Da die Bears Glennon mit einem üppigen Vertrag ausstatteten, dürfte die Spielmacherposition nicht höchste Priorität in der Windy City genießen.

Nach dem Wechsel von Nummer-eins-Receiver Alshon Jeffery zu den Philadelphia Eagles ist diese Position ebenso im Fokus, die ein talentierter Passverteiger. Ob Cornerback oder Safety, die Bears können beides gebrauchen. Da weder die Cleveland Browns noch die San Francisco 49ers im Bereich der Defensive Backs zuschlagen werden, sind hier die Favoriten zu nennen: Die Cornerbacks Marshon Lattimore und Gareon Conley von Ohio State oder die Safetys Malik Hooker (ebenfalls Ohio) beziehungsweise Jamal Adams von der LSU. Außernseiterchancen haben sicherlich aber auch die Receiver Mike Williams (Clemson) oder Corey Davis (Western Michigan).

Draft-Needs: CB, S, WR
Touchdown24-Vorhersage: Die Bears werden zuerst ihre Passverteidigung aufwerten wollen und Marshon Lattimore nach Chicago lotsen.

DETROIT LIONS

Die Lions waren 2016 endlich wieder in den Playoffs vertreten, wenngleich in der Wildcard-Runde gegen die Seattle Seahawks gleich wieder Schluss war. Grund dafür war ein ausgeglichener Kader ohne große Schwächen, aber eben auch ohne herausragende Stärken. Das bringt die Lions in die komfortable Lage, zumal die Mannschaft aus der Motor City erst an 21. Stelle draften dürfen, in Ruhe zu schauen, welcher zu diesem Zeitpunkt der beste noch verfügbare Spieler auf dem Markt ist.

Da die Offense um den über Zweifel erhabenen Quarterback Matthew Stafford die Fans aber am Ende häufiger im Stich ließ, als sich die Defense Ausreißer nach unten erlaubte, könnte ein Passempfänger in den engeren Fokus der Franchise aus dem US-Bundesstaat Michigan geraten.

Die Receiver Mike Williams, Corey Davis und John Ross (Washington) sind da ebenso auf dem Radar wie die Tight Ends O. J. Howard aus Alabama oder David Njoku aus Miami. Hat man trotzdem eher die Defense im Blick, dann könnte die Wahl auf einen Defensive End oder Linebacker fallen, wobei ein Linebacker wie Haason Reddick, Jarrad David oder Reuben Foster wahrscheinlicher erscheint, da der Markt der Defensive Ends zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich leer sein dürfte.

Foster könnte dabei zu einer interessanten Personali avanvieren, da er tendenziell höher gehandelt wird, beim Combine aber durch den Drogentest fiel, was dazu führen könnte, dass einige Teams sich scheuen werden, Foster unter Vertrag zu nehmen.

Draft-Needs: TE, LB, WR,
Touchdown24-Vorhersage: Die Not auf der Tight-End-Position ist am größten. Sind Howard oder Njoku noch zu haben, bekommt einer von ihnen den Zuschlag. Andernfalls wird es einer der genannten Linebacker.

GREEN BAY PACKERS

Die Green Bay Packers, die in den letztjährigen Playoffs erst im NFC-Finale an den Atlanta Falcons scheiterten, haben – ohne Ausfälle - eines der besten Starting-Teams der NFL. Dahinter ist das Kadergefälle allerdings recht groß. Im Verlaufe der letzten Saison schienen die Cheeseheads zeitweise alleine von den überragenden Leistungen des Star-Quarterback Aaron Rodgers durch die Saison getragen worden zu sein.

Da die Packers an 29. Stelle nicht mehr die freie Auswahl haben werden, müssen sie genau schauen, auf welcher Position noch die besten Talente zu haben sind. Es deutet aber einiges darauf hin, dass die Wahl auf einen Runningback fallen könnte. Eddy Lacy verließ das Team aus der Frozen Tundra in Richtung Seattle und ob Christine Michael, der wegen der Verletztenmisere 2016 aus dem Pool der vertragslosen Spieler verpflichtet wurde – und der zweifellos ein passabler Runningback ist, hier die Wunschlösung für 2017 ist, darf trotzdem bezweifelt werden: Michael schaffte es, obwohl den Packers zeitweise kein weiterer Runningback zu Verfügung stand, in der Vorsaison nicht zum Starter. Receiver Ty Montgomery wurde umfunktioniert und erhielt zumeist den Vorzug.

Zudem verfügt der diesjährige Draft über eine hohe Anzahl an brauchbaren Ballträgern, so dass auch an Position 29 noch ein Runningback aus dem Pool Dalvin Cook (Florida State), Alvin Kamara (University of Tennessee), Christian McCaffrey (Stanford) oder Curtis Samuel (Ohio State) zur Vefügung stehen sollte. Leonard Fournette von der LSU sollte hingegen schon lange vergeben sein.

Draft-Needs: RB, CB, DE, LB
Touchdown24-Vorhersage: Sind Cook, Kamara, McCaffrey oder Samuel noch verfügbar, wird es einer aus diesem Quartett. Andernfalls könnte es der beste noch verfügbare Cornerback, Defensive End oder Linebacker werden.

MINNESOTA VIKINGS

Die Vikings haben vor allem eine Baustelle 2016 offenbart. Die verletzungsanfällige und löchrige O-Line. Da die Wikinger aber erst in der zweiten Runde an Position 48 auswählen dürfen, wird das Team, das Ausrichter des Superbowls 52 ist, genau abwarten, was vor ihnen passiert.

Draft-Needs: OT, G
Touchdown24-Vorhersage: Die Vikings werden den besten O-Liner holen, der zu diesem späten Zeitpunkt verfügbar ist.

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