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Sonntag, 23 April 2017 19:00

Draft-Vorschau: AFC South – Jaguars und Titans mit frühen Draftrechten

geschrieben/veröffentlicht von/durch Markus Schulz
Nur noch wenige Tage, dann findet in Philadelphia die diesjährige Draft-Veranstaltung statt. Touchdown24 blickt auf den Höhepunkt der Offseason und gibt seine Einschätzung - Teil 4: Die AFC South.

Beim Draft darf jedes Team, je nach Abschneiden in der Vorsaison, in umgekehrter Reihenfolge einen College-Spieler verpflichten. Da die Draft-Positionen gehandelt werden können, kann diese sportlich ermittelte Reihenfolge allerdings noch durcheinander geraten. Eine hervorragende Gelegenheit, gerade für die schwächeren Teams, sich auf diesem Wege zu verstärken. Touchdown24 hat die Kader analysiert und erklärt divisionsweise, welches Team auf welcher Position den größten Bedarf hat und welche Spieler sich dafür anbieten.

Im vierten Teil dürfen die Jacksonville Jaguars und die Tennessee Titans direkt hintereinander zugreifen.

JACKSONVILLE JAGUARS

Es ist schon fast ein sich jährlich wiederholender Running Gag: Die Jacksonville Jaguars sind ein eher wenig erfolgreiches Team, aber in der kommenden Spielzeit könnten sie die Überraschungsmannschaft schlechthin werden. Das Ende ist bekannt! Im letzten Jahr endete diese sich wiederholende Realität mit der viertschlechtesten Performance aller NFL-Teams. Die Folge: Die Franchise aus dem US-Bundesstaat Florida hat erneut ein frühes Pickrecht und sollte damit dann diesmal aber wirklich... na sie wissen schon.

Die Jaguars waren in der Free Agency schon recht aktiv und sollten im diesjährigen Draft die letzten Kaderbaustellen angehen. Denn, in der Tat, der Kader bietet eine Reihe von Talenten, die in den letzten Jahren aber irgendwie ihr Potenzial nicht vollständig abriefen. Vielleicht kann der neue Headcoach Doug Marrone Abhilfe schaffen.

In der Offense bräuchte Jacksonville vor allem Verstärkung auf der Tight-End-Position. Zudem schafften es die Runningbacks T. J. Yeldon und Chris Ivory in der abgelaufenen Saison nicht, Quarterback Blake Bortles zu entlasten. Vielleicht auch, weil die O-Line zu selten in der Lage war, Laufwege freizublocken. In der Defense könnte zudem ein weiterer Cornerback gebraucht werden, sollte aber eine zu vernachlässigende Personalie bei diesem Draft sein.

So werden die Jags an Position vier lange überlegen, ob sie Top-Tight-End O. J. Howard aus Alabama oder Runningback Leonard Fournette von der LSU holen. Für Howard spricht, dass hier die Kaderlücke am größten ist, für Fournette, dass er der wahrscheinlich noch beste verfügbare Spieler auf dem Markt überhaupt ist.

Draft-Needs: TE, RB, OG, (CB)
Touchdown24-Vorhersage: Die Jaguars entscheiden sich für Howard, weil man einem verletzungsfreien Ivory als Runningback eine Steigerung der Leistung von 2016 zutraut.

TENNESSEE TITANS

Die Titans erhalten in diesem Jahr den First-Round-Pick der Los Angeles Rams (Trade aus dem Draft 2016) und können ihren ohnehin schon guten und ausgeglichen Kader mit einem Top-Pick verstärken. Es war wohl der Verletzung von Quarterback Marcus Mariota zum Ende der Regular Season geschuldet, dass die Titans die Playoffs 2016 auf der Zielgeraden noch verpassten.

Und mit Pick Nummer fünf noch nicht genug. An Position 18 dürfen die Titans in mittlerer Position gleich ein zweites Mal wählen.

In der Offense würde den Titans eine weitere Anspielstation für Mariota gut tun. In der Verteidigung war vor allem die Passverteidigung ein kleines Problem. Damit fällt das Augenmerk entweder auf einen Pass Rusher oder auf die Defensive Backs. Da mit Logan Ryan von den New England Patriots aber bereits ein Cornerback geholt wurde, wird man den Defensive-Back-Bereich erst mit einem späteren Pick verstärken.

Draft-Needs: DE, S, WR
Touchdown24-Vorhersage: An Position fünf holen die Titans Defensive End Solomon Thomas (Stanford), an 18. Stelle wäre Safety Malik Hooker (Ohio) die Ideallösung, ersatzweise aber auch Jamal Adams (LSU) oder Jabrill Peppers (Michigan).

INDIANAPOLIS COLTS

Bereits an 15. Stelle sind die Indianapolis Colts dran. Und die Colts haben nach wie vor viele Probleme im Kader. In der wohl schwächsten Division der NFL reichte es auch 2016 nur zu einer ausgeglichenen Bilanz von acht Siegen und acht Niederlagen. Star-Quarterback Andrew Luck wird dabei noch immer zu schlecht von seiner O-Line geschützt und benötigt hier dringend Hilfe.

Zudem ist fraglich, ob Runningback Frank Gore, der mittlerweile 33 Jahre alt ist, seine Stärke noch eine weitere Spielzeit so effektiv auf den Platz bringen kann. Mit insgesamt vier gefangenen Touchdowns bei 38 gefangenen Pässen war Gore zudem ein stets anspielbarer Passempfänger.

Zudem erlaubte die Defense dem Gegner viel zu viele einfache Punkte, so dass auch bei den Colts ein Cornerback ins Blickfeld geraten könnte.

Draft-Needs: OT, OG, RB, CB
Touchdown24-Vorhersage: Luck, der teuerste Quarterback der NFL, muss endlich geschützt werden, das werden auch die Macher der Colts erkannt haben und allen Verlockungen nach einem der stark eingeschätzten Runningbacks widerstehen. Indianapolis holt Forrest Lamp (Western Kentucky) oder Dion Dawkins (Temple). Einer von beiden sollte in mittlerer Wahlposition auf jeden Fall noch zu haben sein.

HOUSTON TEXANS

Die Houston Texans, die zuletzt zweimal in Folge die AFC South gewannen und 2016 erst in der Divisional Round der Playoffs an den New England Patriots scheiterten, haben im Prinzip ein komplettes Team. Selbst ohne Superstar J. J. Watt, der die gesamte Saison 2016 verletzungsbedingt verpasste, stellten die Texaner die beste Defense der NFL.

Nur die Offense der Texans war zu häufig ein Ausfall. Der Schuldige war schnell ausgemacht und in Quarterback Brock Osweiler gefunden, der mehr Interceptions als Touchdownpässe warf -  Osweiler wurde man mittlerweile samt seines dicken Vertrags an die Cleveland Browns los. Und in der Tat, so richtig war Osweiler bei den Texans nicht angekommen. Mit den Receivern DeAndre Hopkins und Will Fuller, sowie Runningback Lamar Miller sind überdurchschnittliche bis sehr gute Passempfänger und Ballträger im Roster – die Osweiler aber viel zu selten fand.

Da man in der Free Agency weder Jimmy Garoppolo von den Patriots noch Tony Romo aus Dallas oder Jay Cutler aus der Free Agency verpflichtete, deutet alles darauf hin, dass die Texans einen Quarterback verpflichten werden. Im zweiten Atemzug könnte man sich überlegen, warum Brockweiler in Houston nicht zündete und die O-Line verstärken.

Draft-Needs: QB, OT, OG
Touchdown24-Vorhersage: Die Texans werden einen Quarterback holen und sich dafür notfalls nach vorne traden. Spätestens wenn drei QBs aus dem Quartett aus North Carolinas Mitchell Trubisky, Clemsons Deshaun Watson, Notre Dames Deshone Kizer oder Texas Techs Patrick Mahomes weg sind. Es wird Deshaun Watson.

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