Die NFL hatte reihenweise spannende Storylines in Week 3 parat, unter anderem New Englands Laufspiel um Cam Newton. Die NFL hatte reihenweise spannende Storylines in Week 3 parat, unter anderem New Englands Laufspiel um Cam Newton. Imago Images / Icon Sportswire / Fred Kfoury III

Cover Them All: Week 3 in der NFL

geschrieben/veröffentlicht von/durch  28.09.2020
Cover 1, Cover 2… no, just cover them all! Hier auf Touchdown24 decken wir für euch jedes NFL-Spiel vom Sonntag ab und liefern die gesamte Football-Saison über am Montagmorgen eine Zusammenfassung des aktuellen Spieltages. Damit die NFL Woche auch richtig starten kann!

Atlanta Falcons 26 Chicago Bears 30

Die lieben Atlanta Falcons sollten mal etwas anderes probieren, als hoch in Führung zu gehen und das Spiel dann auf bittere Art und Weise wegzuschmeißen. Besagte Taktik führt nämlich zu nichts, außer einem heißen Sitz für Head Coach Dan Quinn. Die Bears spielen zeitweise zwar wieder, als ob sie gerade aus dem Winterschlaf aufgewacht sind, doch am Ende ist jeder in der NFL so gut wie seine Bilanz. Nick Foles übernimmt im dritten Quarter für "Magic Mitch" Trubisky und dirigiert ein aufregendes Comeback im vierten Viertel. Das Receiving Duo Allen Robinson und Jimmy Graham greift ihm dabei ordentlich unter die Arme.

Buffalo Bills 35 Los Angeles Rams 32

Vor nicht allzu langer Zeit hätten Bills-Fans noch vor einem QB-Duell zwischen Josh Allen und Jared Goff gezittert. Diese Tage scheinen vorbei. Allen liefert trotz zwei Turnovers die nächste Monster-Leistung (311 Passing Yards, vier Touchdowns plus Rush TD) ab und wirft 15 Sekunden vor Schluss den Game Winner zu Tyler Kroft. Superstar Aaron Donald versucht wie gewohnt alles und auch seine Rams beweisen riesige Moral. Running Back Darrell Henderson marschiert mit 114 Rush Yards und einem TD voran, nützen tut es letztendlich nix.

Cleveland Browns 34 Washington Football Team 20

Baker Mayfield könnte sein Erfolgsrezept für die NFL gefunden haben: Effektive und vorsichtige Pässe, den Rest wird das zweiköpfige Monster bestehend aus Nick Chubb und Kareem Hunt schon machen. Keine schlechte Idee für ein Team, dass Pound for Pound in der Regel mehr Talent auf das Feld schickt als der Gegner. Washington spuckt zeitweise in Person von Ex- Toronto-Argonaut-Star Dontrelle Inman kräftig in die Suppe, Quarterback Dwayne Haskins (vier Turnovers) ist letztendlich aber über 60 Minuten zu unkonstant. Mal wieder, möchte man sagen.

Minnesota Vikings 30 Tennessee Titans 31

Heimlich, still und leise mogeln sich die Tennessee Titans gegen ein harmloses Auftaktprogramm zum perfekten NFL-Saisonstart. Solange ein nach vorne walzender Derrick Henry leise sein kann, versteht sich. Der Running Back bringt es diesmal auf 119 Yards sowie zwei Scores und findet ungeahnte Unterstützung von Kalif Raymond. Der Return Specialist spielt mit 118 Receiving Yards groß auf und auch Stephen Gostkowski bleibt bei sieben Kicks ohne Makel. Vikings-Rookie Justin Jefferson überragt mit 175 Receiving Yards, gewinnt allerdings auch den Preis für den ausbaufähigsten Touchdown-Dance.

New England Patriots 36 Las Vegas Raiders 20

Die große Rock-Ikone Bruce Springsteen schaffte 1975 mit seinem legendären Album namens "Born to Run" seinen Durchbruch, heute könnte es das NFL-Team-Motto der New Englands Patriots sein. Das Passspiel hapert etwas aber auf dem Boden läuft es sich für Cam, Sony, Rex und Co mal so richtig gut. Am Ende hängen sie müden Raiders satte 250 Rush Yards an die Mütze. Mittendrin statt nur dabei: Ein starker Jakob Johnson. Bill Belichicks Defense verdient sich nach einer blutigen Nase in Seattle auch wieder ein paar Fleißkärtchen, vor allem in der Secondary.

New York Giants 9 San Francisco 49ers 36

Ein Umzug nach New Jersey gefällig? Die 49ers gewinnen ihr zweites Spiel innerhalb von zwei Wochen im Metlife Stadium, eine Marke, welche sowohl die Giants als auch die Jets dieses Jahr erst mal erreichen müssen. Aufgrund etlicher Verletzungen liest sich die Niners Lineup dabei teilweise wie der Roster in einem vierten NFL Preseason Spiel, aber Nick Mullens geht voran und lässt das Ei für 343 Yards fliegen. Bei den schwächelnden Giants enttäuscht Daniel Jones erneut und der ein oder anderen Fan beginnt so langsam an ihm zu zweifeln.

Philadelphia Eagles 23 Cincinnati Bengals 23

Sowohl den Cincinnati Bengals als auch den Philadelphia Eagles gelingt es, ihre dritte Niederlage zu Saisonbeginn zu verhindern. Beide haben das sich aber sicherlich anders vorgestellt als mit dem ersten Remis der aktuellen NFL Spielzeit. Top Pick Joe Burrow macht mit 312 Pass Yards und zwei Touchdowns wieder Spaß, dürfte nach acht Sacks aber auch eine Overtime im Eisbad schieben. Carson Wentz rettet sein Team spät in die Verlängerung, doch da spielen und coachen die Adler konservativer als Amy Coney Barrett. Was bleibt ist eine Menge Frust in der "City of Brotherly Love".

Pittsburgh Steelers 28 Houston Texans 21

Das Watt-Familien-Festival geht an T.J. und Derek, J.J. darf sich dafür auf ein paar Sticheleien beim nächsten gemeinsamen Thanksgiving freuen. Die Texans können sich für ihren 0-3-Start auch bei den Spielplanern der NFL bedanken: In Kansas City, gegen die Ravens und dann in Pittsburgh. Bitteschön! Die Steelers-Offense überzeugt mit starkem Big Ben und stärkerem James Conner (18 Rushes für 109 Yards), die Defense sackt Deshaun Watson fünf mal und fängt auch einen seiner Pässe ab. Noch ist der Stahl in Pittsburgh nicht perfekt zerspant, doch das Team zeigt immer wieder sein großes Potenzial.

Indianapolis Colts 36 New York Jets 7

Ein Tag der NFL Meilensteine für Philip Rivers: Er wirft den 400. Touchdown seiner Karriere und übertrifft dazu auch noch die 60.000-Yard-Marke. Was der Altmeister nicht besorgt, erledigt ein vielseitiges Laufspiel und Cornerback Xavier Rhodes mit zwei Interceptions (eine davon ein Pick Six). Sam Darnold serviert den Colts zwei Touchdowns via Interceptions, hat aber auch kein leichtes Los mit einem von Verletzungen durchlöcherten (und ohnehin schon schwachen) Roster sowie einem ratlosen Coaching Staff. "Offensivgenie" Adam Gase (O-Ton Jets-Owner Christopher Johnson) könnte bei Thursday Night Football um seinen Job coachen.

Los Angeles Chargers 16 Carolina Panthers 21

No McCaffrey, no Problem! Ein effizienter Teddy Bridgewater trägt seine jungen Panthers zum ersten Saisonsieg und bekommt dabei reichlich Unterstützung von der zuletzt eher löchrigen Defense (vier Takeaways) unter Führung von Shaq Thompson. Head Coach Matt Rhule freut sich ebenfalls diebisch über seinen ersten NFL-Erfolg. Zwar halten die Bolts defensiv dagegen, doch offensiv ist viel kalifornischer Wüstensand im Getriebe. Auch weil der talentierte Rookie Justin Herbert ein… na ja, Rookie ist.

Denver Broncos 10 Tampa Bay Buccaneers 28

Es ist ein ungefährdeter Sieg für Tom Brady (drei Touchdowns) und seine Piratenmeute, vor allem auch weil Denver eigentlich direkt von Bord springt und den Bucs ihr Schiffchen überlässt. Im Moment können die Broncos ihre Verletzungen und offensichtlichen Löcher im Kader nicht kompensieren. Da hilft es auch nicht, dass eine überragend schnelle Tampa-Defense vorbeischaut. Herzstück dieser Unit ist abermals Devin White, der sich neben seinen eigenen Tackles auch die sechs Sacks seiner Teamkameraden gerne anguckt. Für Denver darf zumindest Backup-QB Brett Rypien sein NFL-Debüt geben und folgt damit seinem Onkel Mark, der bei Bradys erstem Start 2001 auf dem Feld stand. Kleine Welt.

Arizona Cardinals 23 Detroit Lions 26

Wie sagen sie in der NFL doch so schön: Any given Sunday… that‘s why they play the games… oder… ach, ihr wisst schon. Arizona und Kyler Murray merken, dass das reine Knipsen der Stempelkarte in dieser Liga nicht reicht und leistet sich eine bittere Heimniederlage gegen muntere Lions. Diese freuen sich über die Rückkehr ihres Star-Receivers Kenny Golladay (57 Yards, ein Touchdown), drei INTs ihrer viel gescholtenen Defense und einen soliden Auftritt von Matthew Stafford, der seine Pässe auf neun Receiver verteilt.

Seattle Seahawks 38 Dallas Cowboys 31

Wo immer Russell Wilson in diesen Tagen mitmacht, geht es heiß her und er ist derjenige mit der Lunte in der Hand. Fünf weitere Touchdowns kritzelt er auf sein MVP-Bewerbungsschreiben, ein Wisch, der von Woche zu Woche auch dank DK Metcalf und Tyler Lockett mehr Erfolg zu versprechen scheint. Dak Prescott macht sich auf der Gegenseite Notizen in Sachen Effizienz, bringt es aber immerhin auf fast 500 Yards. Comeback-Kid Aldon Smith liefert drei Sacks und spielt, als wäre er nie weg und seine Dämonen nie da gewesen, und Cedrick Wilson hat ebenfalls einen Karrierenachmittag mit 107 Yards (inklusive zwei Touchdowns). Ryan Neal kommt direkt von der Practice Squad und macht mit seiner Interception am Ende den Deckel drauf.

NFL Sunday Night Game

New Orleans Saints 30 Green Bay Packers 37

Langsam wird es beängstigend und Jordan Love hat vielleicht auch schon gegoogelt, wo sie bald einen Quarterback gebrauchen könnten. In Green Bay ist dies mit Aaron Rodgers definitiv nicht der Fall. Nur vier Teams haben in der Super Bowl Ära mehr Punkte in ihren ersten drei Spielen erzielt als die diesjährige Ausgabe der Packers. Allen Lazard meldet mit 146 Receiving Yards Ansprüche an, im Bus näher bei Mr. Rodgers zu sitzen. Bei New Orleans läuft einiges richtig (vor allem Alvin Kamara), doch ein bitterer Turnover von Taysom Hill, die Verletzung von Andrus Peat sowie fast 100 Penalty-Yards lassen die Platte stottern. Die Probleme mit dem Deep Ball (offensiv wie defensiv) machen auch langsam Sorgen.

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