Rookie Jalen Hurts übernahm in Philly für Carson Wentz und wurde damit eine der Geschichten des 14. NFL-Spieltages. Rookie Jalen Hurts übernahm in Philly für Carson Wentz und wurde damit eine der Geschichten des 14. NFL-Spieltages. Imago Images / UPI Photo / John Angelillo

Cover Them All: Week 14 in der NFL

geschrieben/veröffentlicht von/durch  14.12.2020
Cover 1, Cover 2… no, just cover them all! Hier auf Touchdown24 decken wir für euch jedes NFL-Spiel vom Sonntag ab und liefern die gesamte Football-Saison über am Montagmorgen eine Zusammenfassung des aktuellen Spieltages. Damit die Woche auch richtig starten kann!

Miami Dolphins 27 Kansas City Chiefs 33

Tua Tagovailoa schreibt in sein NFL-Hausaufgabenheft: Weiter an der Genauigkeit arbeiten, die eigene Passvariabilität erhöhen und Mike Gesicki sowie der Defense immer mal ein Eis ausgeben. Patrick Mahomes und seinen Titelverteidiger reicht dieses Mal eine eher schwache Leistung, der überragenden Ansammlung von Football-Talent sei Dank.

Chicago Bears 36 Houston Texans 7

Hätte das nicht immer so sein können, dachte sich sicherlich so mancher Bears-Fan… doch auch in der NFL heißt es eben: Hätte, hätte, Fahrradkette! Trubisky, Allen Robinson, der zuletzt stärkere David Montgomery, die Defense, alles klappte für die in diesem Jahr eher ungefährlichen "Monsterlein of the Midway". Der Gegner sind aber eben auch nicht jede Woche die auslaufenden Houston Texans, die zuletzt unter Romeo Crennel allerdings immer besser zurecht kamen.

Cincinnati Bengals 7 Dallas Cowboys 30

Nach dem Happy Homecoming der "Red Rifle" Andy Dalton haben die Dallas Cowboys nach Adam Riese sogar noch geringe Chancen in der schwachen NFC East. Wie erstrebenswert ein Division-Titel in diesem Jahr ist und die damit verbundene Verpflichtung, sich bei den Playoffs im nationalen Fernsehen präsentieren zu müssen, sei einmal dahingestellt.

New York Giants 7 Arizona Cardinals 26

Daniel Jones hat zu Turnovern in etwa das gleiche Verhältnis wie Donald Trump zu seinem Twitter-Account – er kann es einfach nicht lassen. Es ist allerdings auch schwer, wenn man im Durchschnitt nicht einmal drei Sekunden Zeit für seine Pässe hat und obendrein auch noch leicht angeschlagen in die Partie ging. Den Cardinals ist das egal, nach zuletzt drei Niederlagen in Folge können sie auf dem Heimflug endlich mal wieder den Schampus köpfen.

Tampa Bay Buccaneers 26 Minnesota Vikings 14

Es ist schon ein wenig doof für die kickende Zunft der NFL: Wenn man keine Fehler macht, dann nicken es viele meistens nur ab, wenn allerdings was schief läuft, dann gehört einem gleich die Headline. Dan Bailey weiß nach vier vermasselten Kicks genau, was wir meinen. Über Dalvin Cook, Tom Brady oder sonst wen anders reden nach diesem Spiel jedenfalls nur wenige.

Carolina Panthers 27 Denver Broncos 32

Das Duell im unteren Mittelmaß der NFL entwickelt sich zu einem munteren Punkte-Fest. Drew Lock hat wohl in dem ein oder anderen Mock Draft gesehen, dass es seiner Arbeitsgarantie kümftig an den Kragen gehen könnte und zauberte vier Touchdowns auf den Rasen. Teddy Bridgewater und Mike Davis geben bei ihrer Aufholjagd alles, reichen tut es trotzdem nicht.

Jacksonville Jaguars 10 Tennessee Titans 31

Eine Weihnachtskarte geht in diesem Jahr auf jeden Fall aus Jacksonville nach New York, in der sich die Jags bedanken, dass die Jets ihnen den Titel des schlechtesten NFL-Teams abnehmen. Trotzdem kann man über die Wucht der im wahrsten Sinne des Wortes Titanen Derrick Henry (215 Rushing Yards) und A.J. Brown (112 Receiving Yards) mal wieder nur staunen. Wer die beiden im Januar als Gegner in den Playoffs sehen will, hebe bitte die Hand. Niemand? Dachten wir uns.

Las Vegas Raiders 27 Indianapolis Colts 44

Die Colts setzen ein wichtiges Ausrufezeichen in im NFL-Playoff-Rennen und halten "Grudens Grinder" auf Distanz. Dabei rufen sie im Kollektiv "da ist das Ding" und meinen ihr lange verschollenes Laufspiel, das endlich ins Laufen kommt. Rookie Jonathan Taylor (20 Rushes, 150 Yards, zwei Touchdowns) marschiert vorne weg, den Rest erledigen die Defense, T.Y. Hilton (zwei Touchdowns) und indisponierte Raiders. Defensive Coordinator Paul Gunther bekam zum Dank direkt mal seine Arbeitspapiere.

Seattle Seahawks 40 New York Jets 3

Cornerback Shaquill Griffin gab diese Woche zu, dass die Seahawks die New York Giants am vergangenen NFL-Spieltag unterschätzt haben. Diese Gefahr bestand in dieser Woche nicht, denn vor den Jets muss man selbst bei fehlender Einstellung nun wirklich keine Angst haben. Russell Wilson überzeugt mit vier Touchdowns und auch die Defense hat null Probleme mit der "Offensive" von Adam Gase. Drei Spiele noch, Jets-Fans, drei Spiele noch!

Detroit Lions  24 Green Bay Packers 31

Wenn Aaron Rodgers irgendwann seine Karriere beendet, dann schmeißen die Detroit Lions sicherlich eine riesige Party. Bis das allerdings der Fall ist, müssen sie sich wohl noch ein paar Jahre vom MVP-Kandidaten (3 Touchdowns in diesem Spiel) die Bälle um die flauschigen Mähnen schmeißen lassen und in der NFC North zu den Packers aufschauen. Davante Adams (115 Receiving Yards) laden sie sicher auch nicht zur Party ein. Dafür dürfte Matthew Stafford bis dahin seine Rippenverletzung auskuriert haben.

Philadelphia Eagles 24 New Orleans Saints 21

Jalen Hurts übernimmt bei den Eagles und setzt vor allem mit seinen lauffreudigen Beinen die sprichwörtliche Spritze Adrenalin in den Flügel. Die Offensive Line blockt, die Defense spielt smart, alle Mann sind heiß wie Frittenfett… wie viel Zukunft Hurts jedoch in Philly hat, bleibt abzuwarten. Die New Orleans Saints hatten vielleicht ihren Playoff-Einzug in der letzten Woche ein wenig zu krachend gefeiert.

Los Angeles Chargers 20 Atlanta Falcons 17

Beim Aufeinandertreffen zweier notorischer "late game Loser" dieser NFL-Saison beschert Michael Badgley den Bolts mit seinem 43-Yard-Field-Goal in letzter Sekunde einen hart umkämpften Sieg. Im klassischen Duell des alternden Revolver-Helden (Matt Ryan, 3 Interceptions) mit dem jungen Upstart-Gunslinger (Justin Herbert, 36 von 44 erfolgreichen Pässen) vollzieht sich der erwartete Generationenwechsel. Hilfssheriff Austin Ekeler zieht auch ein paar Mal am Abzug.

San Francisco 49ers 15 Washington Football Team 23

Wem Chase Young bis jetzt noch nicht genug Maschine gewesen ist, der dürfte sich nach diesem Spiel entspannt mit einem Lächeln auf den Lippen zurücklehnen. Der starke Rookie-Safety Kam Curl steuert einen Pick Six für das WFT bei, das immer besser in Fahrt kommt in den letzten Wochen. Ein weiterer Grund dafür? Pro-Bowl-Punter Tress Way, der gegen die nach Arizona zwangsversetzten Niners acht Punts für 398 Yards aus dem Bein schüttelte. Selbst die Verletzung von Alex Smith sowie die anschließende Zitterpartie von Dwayne Haskins können die Stimmung nicht wirklich trüben.

NFL Sunday Night

Buffalo Bills 26 Pittsburgh Steelers 15

Die Auswärtsniederlage in diesem NFL-Spitzenspiel (und eventuellen AFC-Playoff-Preview?) beendet ein paar wirklich anstrengende und fiese Wochen für die Pittsburgh Steelers, die sich nach Spielplan-Querelen, Verletzungen und Rückschlägen nach etwas Normalität sehnen. Josh Allen zeigt Big Ben, wie die junge Version von ihm in den nächsten Jahren aussehen könnte. Solange Stefon Diggs (10 Catches, 130 Receiving Yards, ein Touchdown) dabei an seiner Seite steht, ist er auf jeden Fall in guten Händen und mit den Bills zu rechnen.

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Moritz Wollert

Moritz Wollert studierte Sportmanagement im Fernstudium an der Fachhochschule für angewandtes Management Erding. Er hat aber nach mehreren Jahren in der Praxis seine Leidenschaft für das geschriebene Wort zum Beruf gemacht und arbeitet mittlerweile als freier Autor und Redakteur. Hauptsächlich ist er dabei im Sportbereich unterwegs, seit 2020 auch fest für TOUCHDOWN24.

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