Die Cincinnati Bengals hoffen auf eine schnelle Genesung von Joe Burrow, dessen erste NFL-Saison nach einem Kreuzbandriss vorbei ist. Die Cincinnati Bengals hoffen auf eine schnelle Genesung von Joe Burrow, dessen erste NFL-Saison nach einem Kreuzbandriss vorbei ist. Imago Images / ZUMA Wire / Tom Rothenberg

Cover Them All: Week 11 in der NFL

geschrieben/veröffentlicht von/durch  23.11.2020
Cover 1, Cover 2… no, just cover them all! Hier auf Touchdown24 decken wir für euch jedes NFL-Spiel vom Sonntag ab und liefern die gesamte Football-Saison über am Montagmorgen eine Zusammenfassung des aktuellen Spieltages. Damit die Woche auch richtig starten kann!

Baltimore Ravens 24 Tennessee Titans 30

Der Verlierer dieses NFL-Spitzenspiels steht auf einmal vor den Scherben der doch eigentlich so gut angefangenen Saison und die Ravens werden wohl nicht viel Freude beim Kehren haben. Baltimore kann sich für das bittere Playoff-Aus im letzten Jahr nicht revanchieren, unter anderem weil Lamar Jackson wieder desorientiert unterwegs ist und die halbe D-Line verletzt zuschauen musste. Ein Beast-Mode-Gedächtnis-Run von A.J. Brown bringt den Ravens-Willen zum Bröckeln, Derrick Henry bricht ihn endgültig in der Overtime.

Cleveland Browns 22 Philadelphia Eagles 17

So mancher NFL-Fan hatte die Browns nach dem Saisonaus von Odell Beckham Jr schon abgeschrieben. Baker und seine Boys wollen davon aber noch nichts wissen und mogeln sich mit einer erneut kämpferischen und opportunistischen Leistung mogeln zum nächsten Sieg. Vorne weg marschiert mal wieder Nick Chubb mit 119 Rush Yards, diesmal auch ohne Wutanfälle für seine Fantasy-Owner oder die Zockergemeinde. Journeyman KhaDarel Hodge (Karrierebestleistung 73 Receiving Yards) und eine starke Defense versalzen schwachen Eagles zusätzlich die Suppe.

New Orleans Saints 24 Atlanta Falcons 9

Ein Quarterback-Duell zwischen Matt Ryan und Taysom Hill ist doch eigentlich eine klare Sache, oder? Da noch 20 andere Jungs mit den beiden auf dem Feld standen war es in der Tat eine sichere Kiste für New Orleans, die auch ohne Drew Brees ihren Hot Streak am Köcheln halten. Der Pass Rush lässt Matty Ice acht Mal Gras futtern und unterstützt seinen Backup-QB damit vorbildlich. Hill dankt es mit 10,1 Yards pro Attempt und zwei Rushing Touchdowns. Eklatante Fehler? Fehlanzeige. Genauso will man es vom Ersatzmann sehen… es sei denn man heißt Roddy White. Jameis Winston anyone?

Washington Football Team 20 Cincinnati Bengals 9

Auf der Liste der Dinge, die Bengals-Fans 2020 nicht sehen wollten, rangierte eine schwere Verletzung von Joe Burrow wohl ganz oben, noch vor einem Steelers-Super-Bowl-Sieg und dem Weltuntergang. Der NFL-Top-Pick verabschiedet sich mit einem Kreuzbandriss frühzeitig in die Offseason, dabei hatte er gerade den ersten Touchdown-Pass zu A.J. Green auf die Kette bekommen. Washington bleibt unter Comeback-Quarterback Alex Smith im Divisionsrennen um die NFC-East-Krone, in welchem vielleicht vier Siege reichen könnten... und das ist wahnsinnigerweise gar nicht als Scherz gemeint.

Jacksonville Jaguars 3 Pittsburgh Steelers 27

Es ist mit den Jacksonville Jaguars ein wenig wie mit dem Kojoten bei den Looney Tunes. Sie versuchen es jede Woche immer wieder auf ein Neues, letztendlich fliegen sie beziehungsweise ihre Siegchancen dann aber doch in die Luft. Diese Woche übernehmen die weiterhin ungeschlagenen Steelers die Rolle des Road Runner und machen kurzen Prozess mit ihren überforderten Gegnern. Diontae Johnson (11 Receptions für 111 Yards) und James Conner (6,8 Yards pro Carry) regeln den Angriff, Terrell Edmunds und Minkah Fitzpatrick (jeweils 2 Interceptions) stechen in der Defense heraus.

Houston Texans 27 New England Patriots 20

Es war ein munteres Spielchen zwischen zwei der großen Enttäuschungen der aktuellen NFL-Saison, bei dem am Ende ein paar Kleinigkeiten den Ausschlag zu Gunsten der Texans geben. Irgendwie hätte es auch ein Unentschieden sein können, wirklich gestört hätte es wohl niemanden. Deshaun Watson rockt mit 344 Passing Yards, zwei Touchdown-Pässen und einem Score zu Fuß. Ein aktiver Cam Newton (9,1 Yards pro Pass) und der Jakobi Meyers dieser Woche Damiere Byrd (6 Receptions, 132 Yards plus Touchdown) halten die Nummer lange offen, der Drive zum potenziellen Tie fährt allerdings vor die Wand.

Carolina Panthers 20 Detroit Lions 0

Gestern XFL, heute NFL… und morgen die Welt?! Wo die Reise für Ex-Houston-Roughneck P.J. Walker hingeht, man wird es sehen. Sein erster NFL-Start war trotz ein paar Fehlern auf jeden Fall sehenswert und er vertrat den angeschlagenen Teddy Bridgewater ehrenhaft. D.J. Moore (7 Receptions für 127 Yards) fand den neuen Passer besonders gut, die Detroit Lions dafür umso weniger. Noch weniger freuten sie sich über den erbärmlichen Anblick ihrer zugegebenermaßen ersatzgeschwächten Offensive. Ein bisschen mehr als 185 Yards hätten es schon sein dürfen, vor allem gegen eine eher unerfahrene Panthers-Verteidigung.

Denver Broncos 20 Miami Dolphins 13

Die Taktik der Miami Dolphins ging in den letzten Wochen immer wieder gut – ein robustes Laufspiel, eine überragende Defense, sehr starke Special Teams und dann nochmal ein klein wenig Schärfe vom jugendlichen Tua Tagovailoa. Doch mit den Erfolgen steigt nicht nur der Druck, auch die Zielscheibe auf dem Rücken wird größer. Die Broncos treffen voll ins Schwarze, nehmen Tua jegliche Freude an der Partie (6 Sacks) und auch den eingewechselten Ryan Fitzpatrick lassen sie keinen seiner Zaubertricks auspacken. Tim Patrick (119 Receiving Yards) und ein starkes Laufspiel (5,7 Yards pro Rush) holen dafür das ein oder andere Kaninchen aus dem Hut und dämpfen zumindest fürs Erste die Euphorie in South Beach.

Los Angeles Chargers 34 New York Jets 28

Zwei Extra-Ladungen Eiswürfel wurden nach dem Spiel ins SoFi Stadium geliefert. Die eine war für Braden Mann, den Punter der Jets, dessen Bein nach gefühlt 2697 Punts in dieser Saison langsam müde wird. Joe Flacco und die Jets Offense erbarmten sich immerhin in Hälfte Zwei. Die andere Eis-Packung war für Chargers-QB Justin Herbert, dessen goldener Arm nach einer intensiven Einheit gegen die komplett indisponierte New Yorker Passverteidigung auch irgendwann schwer wurde. Diese Nachricht ist natürlich nicht bestätigt, dafür aber diese drei Tatsachen: Die Jets rollen weiter in Richtung Trevor Lawrence, Justin Herbert ist der „real Deal“ und Keenan Allen liefert eine Monster-Partie (16 Receptions, 145 Yards, ein Touchdown).

Indianapolis Colts 34 Green Bay Packers 31

Es fing böse an für die Indianapolis Colts und ihre hochgelobte Defense, denn NFL-Passing-Leader Aaron Rodgers sattelte die gegnerischen Verteidiger und ritt sie wohin er auch immer wollte auf dem Feld. In Halbzeit zwei allerdings wachte das Team von Frank Reich auf und vollbrachte, angeführt von einem zeitweise spektakulären Philip Rivers (8 Yards pro Pass, drei Touchdowns), sowie einer viel besseren Verteidigung, das Comeback. Auch das Laufspiel zeigte sich in diesem über weite Strecken spektakulären Spiel mitunter stark verbessert. Ex-Georgia-Dawg Rodrigo „Goggles“ Blankenship setzte in der Overtime mit einem 39-Yarder den Schlusspunkt.

Minnesota Vikings 28 Dallas Cowboys 31

Holt die Partyhüte raus, Cowboys-Fans, die Saison kann noch gerettet werden. Auf einmal steht „America’s Team“ wieder mitten im Rennen um den NFC East Titel, was weniger über Jerrys Jungs als über die schlechteste Division der NFL aussagt. Andy Dalton führt beherzt Regie (drei Touchdowns), das Laufspiel setzt mit Ezekiel Elliott sowie Tony Pollard Akzente und die Wide Receiver sorgen für punktuelle Highlights (Hello, CeeDee Lamb). Selbst die Defense hält den Laden einigermaßen zusammen, trotz über 300 Yards für Kirk Cousins und 115 Rush Yards für Dalvin Cook. Ein Fourth Down Pass von Dalton zu Amari Cooper mit etwas über zwei Minuten auf der Uhr wird zum Key Play auf dem Weg zum Game Winner von Dalton Schultz.

NFL Sunday Night Game

Las Vegas Raiders 31 Kansas City Chiefs 35

Wie schon im ersten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams spielten die Las Vegas Raiders eine absolut beherzte Partie und tauschten Punch um Punch mit den amtierenden Champs. Manchmal sind gewisse Teams für andere einfach ein toughes Matchup, so wie Vegas für KC mit seiner starken O-Line und einer zeitweise explosiven Offense. Nur mussten sie diesmal erfahren, dass es allgemein keine so gute Idee ist, Pat Mahomes und seinem Angriff 1:53 Minute im letzten Virtel für einen potenziellen Game Winning Drive übrig zu lassen. Er findet 28 Sekunden für Schluss Travis Kelce und behauptet damit für den Moment die Vormachtstellung der "Häuptlinge" in der AFC West. Jon Gruden und die Raiders entwickeln sich aber zum potenziellen Challenger für die kommenden Jahre.

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Moritz Wollert

Moritz Wollert studierte Sportmanagement im Fernstudium an der Fachhochschule für angewandtes Management Erding. Er hat aber nach mehreren Jahren in der Praxis seine Leidenschaft für das geschriebene Wort zum Beruf gemacht und arbeitet mittlerweile als freier Autor und Redakteur. Hauptsächlich ist er dabei im Sportbereich unterwegs, seit 2020 auch fest für TOUCHDOWN24.

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