Russell Wilson hatte am zehnten Spieltag der NFL wenig Freude mit Leonard Floyd und der Rams-Defense. Russell Wilson hatte am zehnten Spieltag der NFL wenig Freude mit Leonard Floyd und der Rams-Defense. Imago Images / ZUMA Wire / Keith Birmingham

Cover Them All: Week 10 in der NFL

geschrieben/veröffentlicht von/durch  16.11.2020
Cover 1, Cover 2… no, just cover them all! Hier auf Touchdown24 decken wir für euch jedes NFL-Spiel vom Sonntag ab und liefern die gesamte Football-Saison über am Montagmorgen eine Zusammenfassung des aktuellen Spieltages. Damit die Woche auch richtig starten kann!

Carolina Panthers 23 Tampa Bay Buccaneers 46

Die Sportpsychologen in Tampa Bay haben morgen wieder ein paar Termine frei. Tom Brady und seine Buccaneers müssen nämlich doch nicht alles in Frage stellen, was sie wohl auch nach dem Desaster gegen die Saints letzte Woche nicht gemacht haben. Brady ist Brady, die Defense wacht in der zweiten Hälfte auf und Ronald Jones (23 Carries, 192 Yards, ein Touchdown) macht mit dem längsten Offensiv-Play in der Geschichte des Teams einen frühen Fumble wieder gut. Auch Jason Pierre-Paul lässt mit einer Interception und einem Sack aufhorchen. Die Panthers bangen derweil um das Knie von Teddy Bridgewater… und die gesamte NFL gleich mit.

Cleveland Browns 10 Houston Texans 7

Es schüttete, pustete und hagelte in Ohio so heftig, dass die zwei Teams noch mal in die Kabine durften und das Spiel verspätet losging. So eine Schlammschlacht ist nicht so wirklich was für die Texans aus dem sonnigen Lone Star State. Deshaun Watsons Flugshow bleibt am Boden (163 Pass Yards), da reicht eine minimalistische Leistung des Browns-Passspiels aus. Sie können sich auf ein Heavy Run Game verlassen, diesmal auch wieder mit Nick Chubb, der seine Rückkehr von längerer Verletzungspause mit einem Touchdown und dem smarten Schlusspunkt via Stopp vor der Endzone feiert.

Detroit Lions 30 Washington Football Team 27

24:3 führten die Lions spät im dritten Viertel, dann bliesen Alex Smith (55 Pässe, 390 Yards) und das WFT Jugendorchester zur großen Aufholjagd. Fast hätten sie es in eine Overtime geschafft, doch es fehlten dazu 16 Sekunden. Diese reichten Matthew Stafford nämlich zu einem Game Winning Drive. Hilfe bekam er dabei von einem Roughing-The-Pass-Call gegen Chase Young und natürlich vom Helden des Tages: Matt Prater. Der bisher in dieser Saison schwächelnde Kicker knallte den Ball aus 59 Yards über die Uprights und lässt Detroit jubeln.

Green Bay Packers 24 Jacksonville Jaguars 20

Auch in der NFL ist ein Sieg immer noch ein Sieg, aber so richtig glücklich können die Green Bay Packers über diesen Heimerfolg nicht sein. Letztendlich ist der kleine und feine Unterschied eben der zwischen Aaron Rodgers (9,6 Yards pro Pass) und Jake Luton (4,8 Yards pro Pass). Dafür schwächelt die Run Defense der Packers gegen den rollenden Bowling Ball James Robinson (109 Yards) und auch das eigene Laufspiel kommt mal so gar nicht in Tritt (3,2 Yards pro Rush). Aber: Sieg bleibt Sieg.

New York Giants 27 Philadelphia Eagles 17

Vor zwei Wochen lugte so mancher Giants-Fan wohl noch auf die geringe Chance, Daniel Jones im kommenden NFL Draft mit Trevor Lawrence zu ersetzen. Jetzt wird der Bandwagon bereit gemacht, um nochmal um die schlechteste Division der Liga zu kämpfen. Auch dank, jawoll, Daniel Jones (8,7 Yards pro Pass, 64 Rush Yards). Neben Wayne Gallman (2 Touchdowns) macht auch die G-Men-D trotz einiger Schwächen gegen den Run einen guten Job. Carson Wentz jagte den Blauen kaum Angst ein, das immer mal eingestreute Jalen-Hurts-Experiment (Fumble, 2 Rushes für ein negatives Yard) noch weniger.

Las Vegas Raiders 37 Denver Broncos 12

Die "Raiduuuuuhs" (um den legendären NFL-Kommentator Chris Berman einmal zu zitieren) finden immer neue Wege, um sich in dieser Saison Siege zusammenzuraffen. Gegen junge Broncos und einen indisponierten Drew Lock ist es die Defense von Los Angeles, die mit vier Interceptions (zwei davon durch Jeff Heath) und nur 4,6 zugelassenen Yards per Play besonders beeindruckend daher kommt. Auch das Run Game um Josh Jacobs und Devontae Booker setzt mit über 200 Yards Zeichen.

Miami Dolphins 29 Los Angeles Chargers 21

Im Duell zweier junger NFL-Hoffnungsträger hat dieses Mal Tua Tagovailoa die Nase vorn. Beide Youngster durften allerdings nur mit Stützrädern losfahren (beide unter 190 Passing Yards), was nicht immer an den jeweiligen Verteidigungen lag. Dank seinem Chasedown-Tackle nach abermaligen Fumble-Snap darf Tua allerdings zweimal in die Keksdose greifen. Die Offensive Line und die Defense von Miami überzeugen erneut und plötzlich sind die Dolphins zurück im Divisionsrennen in der AFC East.

Arizona Cardinals 32 Buffalo Bills 30

Oh heilige Maria, wie schön und schmerzhaft zugleich du doch sein kannst! Stefon Diggs hatte bei der NFL schon Poster bestellt von einem der Catches des Jahres, aber dann schnappen sich Kyler Murray, Deandre Hopkins und die Cardinals das Ding noch mit einer Hail Mary in der letzten Sekunde. Ein Wahnsinnsende, das wohl auf keinem Highlight-Video dieser Spielzeit fehlen wird. Arizona punktet außerdem mit monströsem Laufspiel (35 Rushes für 217 Yards und zwei Touchdowns) und einer leicht verbesserten Defense.

Los Angeles Rams 23 Seattle Seahawks 16

Es gab Zeiten, in denen die Seahawks versucht hätten, dieses Duell mit harter und opportunistischer Defense zu entscheiden. Die Rams hatten sich aber damals wohl das ein oder andere abgeschaut und stutzen Russell Wilson und seinen Freunden ordentlich die Flügel. Zwei Interceptions, sechs Sacks (3 davon durch Leonard Floyd) und ein deutlicher Punktsieg für Jalen Ramsey im Duell mit Megatr… ähhh DK Metcalf lassen Los Angeles jubeln. Ein Wermutstropfen ist die Verletzung vom beliebten Veteran Andrew Whitworth, der mit 38 Jahren einer der "Großväter" der NFL ist. Gute Besserung.

New Orleans Saints 27 San Francisco 49ers 13

Eigentlich lief "Hangover" vor ein paar Tagen noch im Free TV, aber die New Orleans Saints dachten sich, sie könnten noch das vierte Remake nach ihrem erdrutschartigen Sieg aus der Vorwoche gegen Tampa Bay hinterherjagen. Wie auch die beliebten Protagonisten aus dem Film bekamen die Saints in der NFL-Version noch die Kurve, verloren aber Drew Brees dabei an eine Rippenverletzung. Taysom Hill, Jameis Winston und die zuletzt immer stärkere Defense (erstmals auch mit Ex-Niner Kwon Alexander) bringen die Schäfchen schließlich ins Trockene.

Pittsburgh Steelers 36 Cincinnati Bengals 10

Die Steelers hatten vor dieser Partie zehn Spiele in Folge gegen die Wildkatzen aus Ohio gewonnen und NFL Top Pick Joe Burrow konnte sich direkt mal davon überzeugen, wie schwer es für ihn wird, diese Dominanz zu brechen. Dies liegt nicht nur an Pittsburghs Defense (vier Sacks, neun QB-Hits, vier davon durch T.J. Watt), auch Ben Roethlisberger zeigt mit vier Touchdowns, dass man ihm noch keinen Platz auf dem Altenteil frei machen muss. Wenn es nach Diontae Johnson (116 Receiving Yards, ein Touchdown) geht, dann kann es auch noch eine ganze Weile warten.

NFL Sunday Night Game

New England Patriots 23 Baltimore Ravens 17

Die Patriots erwischen die Ravens zu einer guten Zeit, reisen diese doch mit einer langen Verletztenliste nach Foxboro, welche während der Partie noch länger wurde. Bill Belichicks Boys setzen aufgrund mangelnder Pass Offensive abermals auf ein sattes Laufspiel um Damien Harris (121 Rush Yards) und einige punktuelle Nadelstiche. Highlight ist ein Trick-Play-Touchdown-Pass von New Englands neuestem "Diamond in the rough" Jakobi Meyers. Baltimore macht sich langsam Sorgen um die eigenen Playoff-Chancen und ist Opfer zu vieler Ungenauigkeiten.

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