Aaron Rodgers war einer der Quarterback-Superstars, die in Week 1 überragende Leistungen zeigten. Aaron Rodgers war einer der Quarterback-Superstars, die in Week 1 überragende Leistungen zeigten. Imago Images / Nick Wosika / Icon Sportswire

Cover Them All: Week 1 in der NFL

geschrieben/veröffentlicht von/durch  14.09.2020
Cover 1, Cover 2… no, just cover them all! Hier auf Touchdown24 decken wir für euch jedes Spiel ab und liefern die gesamte Saison über am Montagmorgen eine komplette Zusammenfassung des aktuellen NFL-Spieltages. Damit die Woche auch richtig starten kann!

Buffalo Bills 27 New York Jets 17

Die Buffalo Bills nehmen die vermeintliche Favoritenrolle in der AFC East an und zeigen den New Yorker NFL-Nachbarn einen deutlichen Klassenunterschied auf. Josh Allen lässt es mit 312 Passing Yards, 57 Rushing Yards sowie drei Touchdowns ordentlich krachen, leider haben auch wieder zwei Fumbles mitgefeiert. Für "Gang Green" gibt es neben der Moral vermeintlich nur zwei gute Nachrichten: Rookie-Punter Braden Mann hat ein starkes Bein und vielleicht sind es nur noch 15 Spiele mit Head Coach Adam Gase.

New England Patriots 21 Miami Dolphins 11

Die Cam-Newton-Ära beginnt mit allem was dazu gehört: Ein bisschen (hin und wieder überzogene) Show von Newton hier, eine brutal solide Defense da, oben drauf ein heftiges Häubchen Ground Game und schon hat ein gewisser Herr Belichick sein Motto für die neue NFL-Saison gefunden. Ryan Fitzpatrick ist ein höflicher Gast und serviert den Pats 2 ½ Interceptions (einmal war den Refs die Maske verrutscht). Fleißkärtchen gab es für Jerome Baker und seine 16 Tackles.

Baltimore Ravens 38 Cleveland Browns 6

Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, als die Cleveland Browns als „All Star Team“ gefeiert wurden? Genau, das war immer nur im Sommer. Baker Mayfield überlegte vorher ob er zur Hymne knien sollte oder nicht, jetzt hat er ganz andere Probleme. Eines davon heißt eventuell bald OBJ. Für die Ravens beginnt die Wiedergutmachungstour nach dem frühen NFL-Playoff-Aus im letzten Jahr voll nach Plan. Ein cooler Lamar Jackson musste sich nicht einmal wirklich anstrengen.

Jacksonville Jaguars 27 Indianapolis Colts 20

Newsflash für alle, die darauf gewettet haben, dass die Jaguars in dieser Saison kein NFL-Spiel gewinnen: Ihr könnt eure Wettscheine zerreißen! Gardner Minshew bringt 19 von 20 Würfen an die Raubkatzen (inklusive drei Touchdowns) und führt sein Team zu einem echten Feel-Good-Victory. Philip Rivers ackerte mit 46 Pässen relativ hart für seinen neuen Arbeitgeber, bei zwei Interceptions schoss er etwas über das Ziel hinaus. Insgesamt war es zu viel Stückwerk bei den Colts.

Washington Football Team 27 Philadelphia Eagles 17

Bescheidener hätte die Offseason für die Redsk… ähh das Football Team nicht laufen können mit all den bösen News abseits des Feldes. Das gewaltige Comeback gegen flügellahme Eagles ist da mehr als Balsam auf viele Wunden und gibt hoffentlich auch dem krebskranken Ron Rivera Mut (All the best, Ron!). Der Pass Rush des WFT ist mit acht Sacks definitiv Next Level. Carson Wentz startet für Philly stark, doch dann zeigen sich Verletzungsprobleme und eine wackelige Offensive Line.

Detroit Lions 23 Chicago Bears 27

Oh oh, Matt Patricia… das geht so nicht mehr lange gut bei den Löwen. In typischer Manier verspielt Detroit einen sicheren Lead im vierten Viertel, der böse Drop von Rookie D‘Andre Swift wird zum finalen Sargnagel. Die Bears fragten sich schon, warum sie ausgerechnet Mitchell Trubisky zu ihrem Starter gemacht hatten. Dann fiel dem ehemaligen NFL-Erstrundenpick ein, dass man gegen eine konservative Patricia-Defense durchaus mal was versuchen kann. Und einiges mehr!

Minnesota Vikins 34 Green Bay Packers 43

Aaron Rodgers (364 Yards, vier Touchdowns) ließ die Packers-Offense auf Hochtouren laufen und schleuderte das Ei wohin und zu wem er wollte. Auch das Laufspiel zeigt mit einer ganzen Reihe von bulligen Runnern, dass es im Winter im Lambeau Field auch ohne volles Haus ungemütlich werden könnte. Den Vikes fehlte es nicht nur am Gjallarhorn vor dem Spiel, sondern eigentlich auch sonst an allen Ecken und Enden. Head Coach Mike Zimmer dürfte vor allem die löchrige Defense sauer aufstoßen.

Atlanta Falcons 25 Seattle Seahawks 38

Mit einer Mega-Leistung (31 von 35 Pässen, 322 Yards, vier Touchdowns) unterstreicht Russell Wilson Seattles NFL-Meisterträume und all das gelingt ihm mit einem zweimonatigen Baby zuhause… Eltern wissen, wie viel beeindruckender das Wilsons Leistung macht. Wir richten liebe Grüße an den lütten Harrison! Bei den Falcons sahen eigentlich nur die neuen Trikots brauchbar aus, sonst ging ganz wenig. Matt Ryan (54 Pässe!) polierte seine Zahlen erst auf als der Drops bereits gelutscht war.

Carolina Panthers 30 Las Vegas Raiders 34

In einem Spiel mit wenig defensiven Highlights holen die Las Vegas Raiders ihren ersten Sieg für die "Sin City" und haben viel Freude mit der Bama-Connection Josh Jacobs (drei Touchdowns) und Rookie Henry Ruggs. Quarterback Derek Carr konnte selbst der Ausfall seiner zwei Tackles nicht schocken. Auch die jungen Panthers mit den Zugpferden Teddy Bridgewater und Christian McCaffrey machen Spaß. Dumm nur, dass deren halbe Defense von einst jetzt in Buffalo spielt.

Cincinnati Bengals 13 Los Angeles Chargers 16

Es fing so gut an für den First Overall Pick Joe Burrow, als er in der ersten Halbzeit zu einem schmucken Touchdown-Run ansetzte. Die Chargers machten dann aber ordentlich Ärger auf der Premierenfeier. Türsteher Bobby Hart erwischte einen rabenschwarzen Abend, A.J. Greens potenzieller Game-Winner wurde (etwas kleinlich) zurückgepfiffen und Randy Bullock hatte sein Zielwasser vergessen. Um was die Bolts-Defense und Cincys Fehler übrigließen kümmerte sich ein gut aufgelegter Rookie-Running-Back Joshua Kelley (12 Rushes, 60 Yards und ein Touchdown).

San Francisco 49ers 20 Arizona Cardinals 24

Achtung, aus dem Weg: Der Kyler-Murray-Hype-Train rast mit Affenzahn durch einen Bahnhof in eurer Nähe. Gegen eine starke Niners-D lieferte Murray eine solide Pass-Offensive und seine 91 Yards auf dem Boden inklusive Score setzten ein Zeichen. An D‘Andre Hopkins dürfte er wie auch an seiner wiedererstarkten Defense gefallen finden. Bei den 49ers grassierte ein kleiner Super-Bowl-Hangover, wenige Räder greifen ineinander. Raheem Mostert und sein Turbo waren aber allemal sehenswert.

New Orleans Saints 34 Tampa Bay Buccaneers 23

Der NFL-Headliner der Week 1 enttäuschte nicht: Reihenweise Stars, reihenweise harte Hits und ein munteres Spitzenspiel mit besserem Ende für einen wahren Titelanwärter aus New Orleans. Ein großes Offensivfeuerwerk blieb allerdings aus, Tom Brady und Drew Brees schlugen sich aber auch mit zwei starken Verteidigungen herum. Die Piraten hatten noch merklich Sand im Getriebe vom letzten Landgang, gerade die Offensive Line stolperte einige Male gegen gefährliche Saints-Rusher. Alvin Kamara schien mit zwei Touchdowns seinen neuen Vertrag direkt erfüllen zu wollen.

Los Angeles Rams 20 Dallas Cowboys 17

Neuer Coach, selbes Ergebnis. Das NFL Sunday Night Game war so eine Partie, die Dallas auch unter Ex-Coach Jason Garrett typischerweise verloren hätte. Die Defense gab sich Mühe, vor allem der seit fünf Jahren erstmals wieder in der NFL spielende Aldon Smith (elf Tackles und ein Sack), aber das Kicking Game sowie die Offense müssen mehr liefern. Die Rams freuen sich nicht nur über ihr neues Zuhause namens SoFi Stadium, sondern auch über eine grundsolide Leistung in allen Bereichen. Vor allem ihre Secondary um Superstar Jalen Ramsey lieferte ab.

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