Moritz Wollert

Besondere Zeiten verlangen nach besonderen Maßnahmen. Getreu diesem Motto erlaubt die NFL ihren Spielern in dieser Saison, selbstständig die Entscheidung zu treffen, ob sie am Spielbetrieb inmitten der Corona-Pandemie teilnehmen möchten oder nicht. Nun steht endgültig fest, wer alles von diesem Recht Gebrauch macht und seinem Team damit in der kommenden Spielzeit fehlen wird.
Dass Teddy Bridgewater immer noch in der NFL spielt, grenzt fast an ein kleines Wunder. Eines, an dem die Carolina Panthers gerne ab dieser Saison teilhaben wollen. Sie brauchen nämlich jemanden, der sie ohne ihren einstigen Helden Cam Newton in eine neue Ära führt. Einen besseren als Bridgewater hätten sie sich für diesen Job wohl kaum aussuchen können.
Die Fans der Detroit Lions hatten in letzter Zeit nicht immer viel Grund zu Freude, doch es gibt auch Hoffnungsschimmer für die Anhänger der Traditionsfranchise. Mit Kenny Golladay spielt zum Beispiel einer der besten Receiver der gesamten NFL in der „Motor City“, auch wenn das vielleicht noch nicht jedermann mitbekommen hat. Spätestens mit seinem neuen Vertrag dürfte sich das ändern!
Ein hoffnungsvoller Quarterback? Check. Ein Monster als Running Back? Check. Ein potenzieller Franchise-Left-Tackle? Check. Mit Daniel Jones, Saquon Barkley und dem diesjährigen Top-Pick Andrew Thomas haben die New York Giants ihrer Offensive ein mehr als aufregendes Fundament gegeben. Die Zukunft scheint auf den ersten Blick rosig, doch wie sattelfest stehen die jungen Eckpfeiler der GMen eigentlich?
Die ganz großen Quarterbacks in der Geschichte der NFL gelten meist als Spieler, die auch einen mittelmäßigen Kader um sich herum zu ungeahntem Erfolg führen können. Oft haben sie dabei aber zumindest einen überragenden Receiver im Schlepptau, mit dem sie eine besondere Beziehung und jahrelange Höchstleistungen verbinden. Im Fall von Aaron Rodgers übernimmt Davante Adams diese Rolle des "Robin" zum "Batman".
In Irving Berlins legendärer Hymne "God Bless America" heißt es "Stand beside her, and guide her, through the night with the light from above". Nicht nur die amerikanische Nation hofft in diesen Tagen auf eben jenes leitende Licht von oben, auch die National Football League, eines ihrer liebsten Kinder, sehnt sich nach einer helfenden Hand. Sie steuert nämlich gerade ungebremst auf eine Saison voller nie dagewesener Turbulenzen zu.
Dass D.K. Metcalf in seiner Rookie-Saison ein paar Defensive Backs über den Haufen laufen würde, war klar. Auch dass er den ein oder anderen spektakulären Catch für die Highlight Reels produziert. Dass der vor Muskeln nur so strotzende Receiver allerdings direkt zum echten Faktor für Russell Wilson und die Seahawks avanciert, das kam schon ein wenig überraschend. Umso mehr freut sich Seattle nun auf die Zukunft mit dem vielversprechenden Youngster!
Im letzten halben Jahrhundert hat sich in Pittsburgh viel verändert. Die großen Stahlwerke und der verrußte Horizont sind Vergangenheit, das einstige Herz von Amerikas Schwerindustrie schlägt heute zu einem anderen Rhythmus. Dass ihre Steelers eine der besten Verteidigungen der NFL stellen, darauf können sich die Menschen allerdings immer noch verlassen. Dies liegt in diesen Tagen vor allem an einem Mann - T.J. Watt.
Ob es Chase Young bis zum ersten Spieltag der NFL Saison noch schafft, sich unsichtbar machen zu können? So wie das Wesen im Film "Predator" aus dem Jahr 1987, von dem er seinen Spitznamen hat? Wohl eher nicht. Das ist aber auch nicht schlimm, denn die Fähigkeiten des Redskins-Rookies scheinen so schon nicht von dieser Welt zu sein.
Es sieht wahrlich nicht schlecht aus auf Lamar Jacksons heimischen Trophäenregal. Da stehen eine Heisman Trophy, eine NFL MVP Trophy und etliche andere individuelle Awards… und trotzdem wird der Quarterback der Baltimore Ravens auf dem Sofa hin und wieder nachdenklich, gerade in Zeiten von Corona, wenn man doch etwas öfter mal ins Grübeln kommt.

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