Moritz Wollert

Dass Russell Wilson bei den Seattle Seahawks unglücklich sei und einen Trade fordern könnte, kam im ersten Moment schon ein wenig wie eine Zeitungsente daher. Eines dieser typischen NFL Offseason Gerüchte, die von reiner Spekulation getragen werden und trotzdem durch die Gazetten geistern. Aber auch einige Wochen nach dem ersten Report fliegt die Geschichte immer noch, gleitet munter durch die Lüfte des NFL Himmels und erfährt in diesen Tagen mehr Auftrieb denn je.
Die National Football League ist für Athleten ein wahrhaftiger Olymp, nur die Besten der Besten bekommen überhaupt einmal die Chance, einen Fuß auf den heiligen Rasen von Amerikas berühmtester Sportliga zu setzen. Bis zu dieser Spitze des Eisbergs haben es Vincent, Corey, Kendall und Kyle Fuller geschafft und gehören damit schon jetzt zu den ganz besonderen Football-Familien in der Geschichte dieses Sports.
Es wird eine der spannendsten Fragen der diesjährigen NFL-Offseason sein: Wie geht es bei den Dallas Cowboys mit Quarterback Dak Prescott weiter? Höchstwahrscheinlich erst einmal mit dem Franchise Tag, jenem vertraglichen Instrument, unter dem Prescott schon im letzten Jahr für „America’s Team“ auflief. Seine schwere Verletzung in 2020, das bisherige Unvermögen beider Parteien, sich auf einen langfristigen Kontrakt zu einigen, und zahlreiche Baustellen im Cowboys-Kader machen den andauernden Marathon am Verhandlungstisch aber weiterhin zur Wundertüte.
Trash Talk gehört zwischen den Spielern der NFL seit jeher zum Alltag, man möchte sagen zum guten Ton während eines Spiels. Der Austausch verbaler „Nettigkeiten“ ist dabei nicht bloß eine Aneinanderreihung von Schmähwörtern in Richtung des Gegners. Einige Profis haben aus dieser redseligen Taktik eine echte Kunstform gemacht, mit der sie sich oftmals einen entscheidenden mentalen Vorteil verschaffen. TOUCHDOWN24 stellt einige der größten "Plappermäuler" der Liga einmal vor!
Gerade erst war die Freude bei den Fans der Cleveland Browns über ihren ersten Playoff-Sieg nach 26 Jahren abgeklungen, da mussten sie auch schon wieder beunruhigende Schlagzeilen lesen. Die nach dem Super Bowl erstmals so richtig angeschmissene Offseason-Gerüchtemühle spuckte ein paar Geschichten aus, welche Star-Receiver Odell Beckham Jr. als einen potenziellen Trade-Kandidaten in diesem Sommer sehen. Nach zunächst wütendem Bellen beginnt im Dawg Pound eine Diskussion darüber, ob es nicht vielleicht sogar Sinn machen würde, "OBJ" abzugeben.
Beim Super Bowl LV drehte sich zu Recht alles und dann noch ein klein wenig mehr um Tom Brady, den Superstar-Quarterback der Tampa Bay Buccaneers. Schließlich ist er der erste Spieler der NFL-Geschichte, der sich siebenfacher Champion schimpfen darf. Aber einer der Männer, den er mit als ersten nach dem großen Triumph umarmte, schrieb in der Nacht von Tampa Bay seine ganz eigene Erfolgsgeschichte. Besser gesagt: Das vorläufige Happy End davon. Denn das Leben von Bruce Arians war schon lange vor dem jüngsten NFL-Finale ein kleines, großes Football-Märchen.
Der Super Bowl – eines der größten Spektakel, die wir auf diesem Planeten kennen. Selbst in einer Zeit, in der Unterhaltung verständlicherweise für viele Menschen eher auf dem Rücksitz Platz nimmt, zündeten die Raketen in der Nacht von Tampa Bay und schafften für ein paar Stunden sehnlichst erwünschte Ablenkung. In der Hauptrolle waren die Super Bowl LV Champions – die Tampa Bay Buccaneers!
Das Video-Studium vor dem Super Bowl LV dürfte Carlton Davis von den Tampa Bay Buccaneers in diesen Tagen nicht unbedingt viel Freude bereiten. Sein Head Coach Bruce Arians hat nämlich mit Sicherheit auch das Tape vom regulären Saisonspiel gegen die Kansas City Chiefs hervorgekramt, in dem Tyreek Hill den jungen Bucs-Corner über weite Strecken zur Fahnenstange degradierte. Damit dies am Super Bowl Sunday nicht wieder passiert, müssen die Bucs einige Lehren aus der Niederlage im letzten November ziehen.
Matthew Stafford spielt nach dem ersten Blockbuster Deal der NFL Offseason 2021 bald für die Los Angeles Rams im sonnigen Kalifornien, Jared Goff und eine Reihe hochkarätiger Draft Picks dürfen dafür mit Dan Campbell in Detroit ein paar Kniescheiben kaputtbeißen. Es ist ein Trade, der gewichtige Auswirkungen auf den restlichen Quarterback-Markt haben wird, unter anderem wohl auch auf die Situation von Texans-Superstar Deshaun Watson.
Das Quarterback-Karussell könnte sich in der NFL im kommenden Sommer so schnell drehen, wie schon lange nicht mehr. Und es werden wohl nicht nur ein paar schwächelnde Journeymen sein, die mitreiten, sondern auch wirklich große Namen. Ganze vorne in der Reihe steht Deshaun Watson, doch auch ein weiterer Star passt wohl bald unter neuem Zip Code. Matthew Stafford bat seine Detroit Lions um einen Trade – und es gibt einige NFL-Teams, denen er gut zu Gesicht stehen würde!

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