Initiative „HESSEN - FOOTBALL - ZUSAMMEN“ fordert Veränderungen im AFVH ein

geschrieben/veröffentlicht von/durch  TOUCHDOWN24 Redaktion 07.11.2020
Der American Football in Deutschland kommt nicht zur Ruhe. Neben dem wachsenden Unmut gegen den Dachverband und seinem aktuellen Präsidium hat sich nun unter dem Namen "HESSEN - FOOTBALL - ZUSAMMEN - eine Initiative gebildet, die sich gegen die Arbeit des Landesverbandes Hessen, dem AFVH, richtet.

Der Unmut der Vereine in Hessen soll über die Jahre gewachsen sein, denn Fragen wie "Wo steht der American Football in Hessen?" oder "Wo will und soll er sich in den nächsten Jahren hin entwickeln?" können viele Vereine nur noch mit einem klaren Nein oder mit Ratlosigkeit beantworten, so Initiator Holger Gräcmann. Zusätzlich sollen sich die Vereine im jetzigen AFVH nicht mehr gut vertreten fühlen. Präsident des AFVH ist im übrigen Robert Huber der gleichzeitig auch Präsident des AFVD ist.

In der Pressemitteilung der Initiative heißt es, dass die Einbindung der Vereine in Entscheidungsprozesse, des nur zentral agierenden Vorstandes, nicht statt findet. Aktuelle Informationen werden seit langem gar nicht oder nur verzögert an die Vereine weitergegeben. Durch die Personalunion des Vorstandes des AFVH mit dem AFVD wurden viele Bereiche nur noch einseitig aus Sicht des AFVD gesehen und bearbeitet.

Grundlegende Voraussetzung für Mitarbeit und Mitbestimmung in einem Verband sind demokratische Strukturen, sowie eine gute bilaterale Kommunikation. Aus Sicht der Initiatoren bedeutet dies auch eine transparente und zielgerichtete Kommunikation vom Verband in Richtung Mitgliedsvereine und für ein offenes Ohr für die Anregungen von den Vereinen zum Verband zurück. Diese Grundvoraussetzung soll derzeit nach Wahrnehmung vieler Footballvereine in Hessen nicht mehr gegeben sein.

Die Initatoren haben die Veränderungswünsche und Veränderungsbedarfe der Vereine im hessischen Football in einer offenen Runde von der Basis her erfragt und in einem Themenpapier zusammengetragen. In dieser Form möchte man dazu beitragen, dass durch eine aktive Mitgestaltung der Vereine die Zukunft des American Football in Hessen abgesichert wird.

Grundlage der Überlegungen sei dabei die kritische Betrachtung und Aufarbeitung der bisherigen Arbeit des AFVH in Hessen gewesen. Ziel sei es, durch innovative Ideen und die Kombination mit bewährten Aspekten das Management für die Vereine zu verbessern.

Das Themenpapier, welches in den nächsten Wochen präsentiert werden soll, greift neue Entwicklungen und Ideen auf und soll durch eine verbesserte Kommunikation, höhere Transparenz, Regionalisierung von Dienstleistungen und kontinuierliche Weiterentwicklung durch demokratische Prozesse in der Verbandsarbeit leiten.

Die Vereine fordern ein besseres Mitspracherecht der einzelnen Regionen in Hessen ein. So sei es an der Zeit, Diskussionsprozesse anzuschieben, in der die Bedürfnisse und das Interesse der einzelnen Vereine in den Mittelpunkt der Verbandsentscheidungen gestellt werden sollen.

Nach Meinung der Initiative bedarf es sowohl einer Veränderung in der hessischen Verbandsspitze als auch eines inhaltlichen Neuanfangs. Weiterhin ist man der Ansicht, dass für eine positive Entwicklung des Footballsports in Hessen nicht nur einfach weiter verwaltet werden darf, sondern auf die Zukunft des Footballsports gerichtete Aspekte die Verbandsarbeit inhaltlich bestimmen müssen.

Um diese Themenbereiche umzusetzen, haben sich bereits viele hessische Vereine zusammengeschlossen und eine schlagkräftige Kandidatengruppe gebildet. Diese sollen in den kommenden Wochen vorgestellt werden.

Quelle: PM Initiative "HESSEN - FOOTBALL - ZUSAMMEN"

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