„Wir haben jetzt gegen jede Mannschaft einmal gespielt. Und jede Partie gewonnen. Die Favoritenrolle können wir jetzt wohl nicht mehr von der Hand weisen“, so der leicht ironisch angehauchte Kommentar von Pirates-Headcoach Jörn Maier auf die Frage, ob Elmshorn nun tatsächlich das beste Team der GFL 2-Nordstaffel und die Meisterschaft schon in Sichtweite sei.

Im Spitzenspiel des Tabellenersten aus der Krückaustadt beim Dritten Rostock Griffins setzten sich die Freibeuter jedenfalls souverän mit 27:12 (6:2, 14:7, 7:0, 0:3) durch – und haben nach acht Siegen mit einem Punkteverhältnis von 16:0 alle Trümpfe selbst in der Hand. Die Aufstiegskonkurrenz, die schon bis zu drei Niederlagen hat, muss siegen und auf Ausrutscher der Piraten hoffen.

„Rostock hat ein gutes Team, aber heute waren wir in allen Belangen besser. Nur mir den Strafen gegen uns, teilweise waren wirklich absurde Schiedsrichterentscheidungen darunter, haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. 25 Strafen sind neuer Weltrekord, glaube ich“, sagte Maier.

Auf sportlicher Ebene reichte diesmal eine relativ solide Leistung, auch die Hansestädter bekamen Strafen aufgebrummt, sodass der Spielfluss ordentlich darunter litt und es eher zerfahren zuging. „Im Endeffekt haben wir die Partie aber kontrolliert. Der Sieg war nie in Gefahr“; so der 48-Jährige.

Pirates-Quarterback Ryan Sample brachte den Ball mit einem Lauf über drei Yards zum Touchdown in die gegnerische Endzone (6:0). Beim anschließenden Kick lief dann so einiges schief, der Versuch wurde von der Defense geblockt und in die Elmshorner Endzone getragen (6:2). Im zweiten Quarter sorgte Runningback Khairi Dickson für das 12:2 (Lauf über sechs Yards), diesmal landete der Kick von Sören Becker ordnungsgemäß zwischen den Pfosten (13:2). Anschließend kamen die Gastgeber zu ihrem ersten Touchdown (Lauf über fünf Yards) – beim anschließenden Kickoff beim Stand von 13:9 nahm dann aus unerfindlichen Gründen kein Pirat den Ball auf, sodass die Griffins ihr Glück direkt noch einmal im Angriff versuchen durften. Doch die Elmshorner antworteten noch vor der Halbzeit mit Punkten: Tight End Levi Kruse fing einen kurzen Sample-Pass über drei Yards. Becker erhöhte auf 20:9.

Mit einem Sprint über 34 Yards scorte dann noch einmal Dickson. Ein Rostocker Fieldgoal aus sechs Yards – nachdem es davor gefühlte 20 Plays inklusive munterem Flaggenwerfen in der Redzone (die letzten 20 Yards vor der Endzone) gab – brachte im vierten Viertel einen Endstand von 27:12.

„Unsere gesamte Defense war heute sehr gut. Brandon LeBeau hat zwei Interceptions gefangen“, lobte der Piraten-Chefcoach. Als Ersatz für den verletzten Giovanny Nanguy (Saisonaus nach Zehenverletzung) kam der Schweizer Defensive End Damien Lehmann, der am Freitag vom frischgebackenen französischen Meister Black Panthers Thonon nach Elmshorn wechselte, zu seinem Piraten-Debüt

Im Angriff fehlten diesmal Wide Receiver Diego Sanchez (private Gründe), Nassim Amroun (ebenfalls WR) spielte aufgrund einer Oberschenkelzerrung nur wenig. Defensive Back Okan Güzel wird nach überstandener Knieverletzung erst beim nächsten Spiel wieder mitwirken können.

Am kommenden Samstag empfängt Elmshorn im Krückaustadion die Solingen Paladins (16 Uhr), das Hinspiel gewannen die Pirates mit 45:24.

Text: PR Elmshorn Fighting Pirates - Fiete Möldenstein

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