Universe vs. Wildcats: Maxi Langbauer geht es wieder besser
GFL
Das ist vom 38:17 Heimsieg der Frankfurt Universe gegen die Kirchdorf Wildcats die wichtigste Nachricht dieses Spieles.

Kurz nach der Pause verletzte sich der Kirchdorfer Maxi Langbauer im Bereich der Wirbelsäule und musste längere Zeit auf dem Feld behandelt werden. Die Zuschauer klatschten während der gesamten Behandlungszeit motivierend und alle waren sehr erleichtert, als Langbauer dann kurz vor dem Abtransport das „Daumen hoch“ Signal gab. Die Spieler beider Teams bildeten ein Spalier, als der Krankenwagen das Feld verließ und beteten danach gemeinsam für ihn. Das Krankenhaus konnte Langbauer mittlerweile schon wieder verlassen und er bedankt sich für die zahlreichen Genesungswünsche der Spieler und Fans beider Mannschaften. Auch wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung.   

Durch diese Unterbrechung bekamen die 2.172 Zuschauer zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten zu sehen. Pünktlich zum Kickoff setzte starker Regen ein, davon ließ sich Frankfurts Spielmacher Steven Cluley allerdings nicht beeindrucken und etablierte souverän sein Passspiel. Gleich sein erster Pass ging auf Neuzugang Anthony Mahoungou, der ihn sicher zum Firstdown fing. Danach fing Anthony Brooks zum Touchdown und Kicker Marius Duis erhöhte zum 7:0. Damit war die „Anthony Show“ eröffnet.  

Auf Seiten der Gäste suchte Quarterback Rex Dausin immer wieder seine bevorzugte Anspielstation Madison Mangum, welcher aber von Fernando Lowery gut in Schach gehalten wurde. Lowery zeigte nicht nur seine gewohnt sichere Passverteidigung, sondern er fing auch eine Interception. Mangum war der gefährlichste Kirchdorfer Angreifer und sorgte auch mit seinen spektakulären Returns immer wieder für Raumgewinn der Wildcats. Dausin musste von Sergey Souleymanov und Nils Weise gleich zweimal hintereinander Sacks hinnehmen, beim Zweiten verlor er den Ball, den Joachim Bachmann für Frankfurt sicherte. Weise war mit 5 Solo Tackles und einem Assist erfolgreichster Tackler der Men in Purple.
Bei den Gästen musste sehr früh der US Defenseback Jack Richards verletzt vom Feld, was deren Passverteidigung erheblich schwächte. Das wusste Cluley perfekt zu nutzen. Obwohl auch er Sacks hinnehmen musste, zeigte er sich ganz cool und warf seine Pässe auf George Robinson, Sebastien Sagne, Mahoungou und Brooks. Brooks fing im zweiten Quarter auch seinen zweiten Touchdown zum 14:0 (PAT Duis). Dann trug auch Mahoungou seinen Teil zur „Anthony Show“ bei und fing in Folge gleich zwei Touchdowns zum 28:0 (PATs Duis). Kurz vor der Halbzeitpause fing Brooks seinen dritten Touchdown an diesem Sonntag zum 35:0 Halbzeitstand (PAT Duis).

In der Halbzeitpause gab es eine rührende Familienszene. Der auf dem Feld so harte Spieler Jhonattan Silva Gomez zeigte sich als guter Junge und bat seine Mutter aufs Spielfeld, welche an diesen Tag ihren Geburtstag feierte. Mit Unterstützung seiner beiden Brüder und den Fans im Stadion sang er für sie Happy Birthday.

Die zweite Hälfte wurde von der Verletzungsunterbrechung bestimmt, Frankfurt kam danach nicht mehr richtig in Tritt. Außerdem wechselte Frankfurt zahlreiche Starter aus und gab damit den Backups Spielzeit. So gelang im dritten Quarter dann auch nur noch ein Fieldgoal durch Duis zum 38:0.

Im vierten Quarter nutzten die Wildcats ihre Chancen konsequent. Erst gelang ihnen ein Fieldgoal durch Marinus Löw zum 38:3. Dann eroberte der Defense Linespieler Kilian Weber nach einem geblockten Universe Fieldgoalversuch den Ball und trug ihn 60 Yards zum Touchdown in die Frankfurter Endzone zurück, 38:10 (PAT Löw) Auch die Frankfurter Fans waren erstaunt, wie schnell und wendig dieses Schwergewicht den Ball so geschickt bewegen konnte.

Auf der Frankfurter Quarterbackposition bekam der erst vor kurzem verpflichtete Frank Grimm Spielzeit, gegen Ende erhielt auch Nachwuchstalent Timm Mielech seine Chance. Dieser machte gleich mit einem beherzten Vorblock für seinen Runningback auf sich aufmerksam. Solche Aktionen sieht man von Quarterbacks höchst selten.  

Nach dem Spiel meinte Defense Coordinator Thomas Kösling: „Nach der Verletzungspause und aufgrund der hohen Führung war bei uns in der zweiten Hälfte die Luft raus. Da war es auch schwer, von der Seitenlinie noch zu motivieren. Wir hatten eine gute erste Halbzeit mit einer klasse Leistung von Cluley, Brooks und Mahoungou und eine starke Defense, darauf lässt sich für die nächsten Spiele aufbauen.“

Text: PR Frankfurt Universe - Holger Weishaupt

Top