Schwäbisch Hall Unicorns werden Favoritenrolle bei den Allgäu Comets gerecht
GFL
Keine Chance hatten die Allgäu Comets am Sonntag im Kemptener Illerstadion gegen ihre Gäste: Die Schwäbisch Hall Unicorns führten bereits zur Pause mit 50:0, setzten früh ihre Backups ein und gewannen am Ende mit 71:26.

Als klarer Favorit warne die Schwäbisch Hall Unicorns am Sonntag nach Kempten gefahren. Dieser Rolle wurden sie auch vollauf gerecht, auch wenn bei Unicorns-Spielen im Illerstadion seit vier Jahren im Unterbewusstsein der Haller immer eines mitschwingt: Am 4. Juli 2015 hatten sie ihr letztes Punktspiel verloren und zwar gegen die Allgäu Comets in diesem Stadion. Am Sonntag war aber sehr schnell klar, dass sich das in diesem Jahr nicht wiederholen würde.

Die Kemptener, die vor dem Spiel zumindest noch eine rechnerische Chance auf die Playoff-Teilnahme hatten, mussten mit einem sehr dezimierten Kader antreten. In der Offense fehlten neben dem gesperrten Runningback Lennies McFerren auch die ersten beiden Quarterbacks Raleigh Yeldell und Calvin Stitt wegen Verletzungen. So musste der erst 19-jährige Kevin Scheffler aus der 2. Mannschaft der Comets sowie der eigentlich als Defensive Back agierende Daniel Wynne auf der Spielmacherposition auflaufen. Kam hinzu, dass ihr Interims-Headcoach Hesham Khalifa aus beruflichen Gründen ebenfalls fehlte.

Die Gastgeber kamen in der ersten Halbzeit kein einziges Mal aus ihrer eigenen Spielfeldhälfte heraus. Ein ums andere Mal zwang die Haller Defense die Comets sich schnell per Befreiungskick vom Ball zu trennen. In der anderen Richtung nutzten die Haller hingegen bis auf einmal jeden Ballbesitz um Punkte zu erzielen und Cody Pastorino steuerte sogar einen Defense-Touchdown per Pass-Interception-Return bei.

In der Unicorns-Offense verteilte Jadrian Clark den Ball an viele seiner Mitspieler. Samuel Shannon, Aurieus Adegbesan und zweimal Maurice Schüle sammelten neben Pastorino Touchdowns. Tim Stadelmayr steuerte vier Extrapunkte und Joshua Haas eine Conversion bei. So führten die Haller in den ersten Minuten des zweiten Viertels gegen zu diesem Zeitpunkt überforderte Comets bereits mit 36:0. Für Head Coach Jordan Neuman war deshalb schon so früh im Spiel der Zeitpunkt gekommen, nach und nach immer mehr Backup-Spieler aufs Feld zu schicken. Begonnen wurde mit Quarterback James Slack, der für den Rest der Partie Jadrian Clark ersetzte.  

An der Haller Dominanz sollte sich aber dadurch zunächst nichts ändern. Tyler Rutenbeck und James Slack (alle PAT Stadelmayr) erhöhten auf 50:0. Den Kickoff der Comets zur Eröffnung der zweiten Hälfte nutzte dann Junior Nkembi gar für einen 83-Yards-Return zum 57:0. Hall schickte mehr und mehr Ersatzspieler auf das Feld und es entwickelte sich nun eine abwechslungsreichere Partie, die auch dem Kemptener Heimpublikum gefiel.

Zu ihren ersten Punkten kamen die Comets durch einen abgefangenen Slack-Pass, den Malcom Washington über 45 Yards zum 7:57 zurück trug (PAT Matthias Schäffeler). Kurz darauf wurde Robin Juhlin von Daniel Wynne über 40 Yards zum 13:57 bedient. Näher als auf diese 44 Punkte Abstand ließen die Unicorns ihre Gegner aber nicht mehr an sich herankommen. Hall beantwortete die Kemptener Punkterfolge mit Touchdown-Pässen von James Slack auf Andre Feuerherdt und David Döpfner.

Dazwischen zeigte Kemptens Malcom Washington noch ein Kabinettstückchen: Einen Haller Kickoff trug er aus der eigenen Endzone heraus über 100 Yards zum 20:64-Zwischenstand zurück. Den Schlusspunkt setzte Daniel Wynne mit einem 1-Yard-Lauf zum 26:71-Endstand.

„Wir konnten unseren Gameplan in Offense und Defense gut umsetzen“, zeigte sich Halls Head Coach Jordan Neuman zufrieden nach dem Spiel. „Wir haben früh viele Punkte gemacht und das hat es uns ermöglicht, vielen Spielern viel Spielzeit zu geben. Das ist so kurz vor den Playoffs sehr gut für uns.“ Mit Blick auf das Rückspiel in einer Woche sagte Neuman: „Die Comets werden in einer Woche sicher stärker als heute sein. Ich gehe davon aus, dass bis dahin einige Spieler, die ihnen heute gefehlt haben, wieder dabei sein werden.“

Text: PR Schwäbisch Hall Unicorns - Axel Streich

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