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Dienstag, 17 Juli 2018 13:22

Monarchs fordern Punktabzug für Universe

geschrieben/veröffentlicht von/durch Markus Schulz
Monarchs fordern Punktabzug für Universe Foto: Marc Junge/All-About-Football.de
Jetzt wird es ernst. Mit den Dresden Monarchs stellt erstmals öffentlich ein anderer GFL-Verein das Geschäftsgebahren von Liga-Konkurrent Frankfurt Universe in Frage.
Jörg Dreßler, Geschäftsführer der Monarchs, fordert auf MNRX TV, dem vereinseigenen Sender, dass den Frankfurtern durch die Liga Punkte für die laufende Spielzeit abgezogen werden, damit sie definitiv nicht an den Playoffs teilnehmen werden. Konkret bemängelt Dreßler, dass die Universe trotz der Insolvenz neue Spieler verpflichtet hat. "Wie es passieren kann, dass man trotz, dass man kein Geld hat, einen Spieler verpflichten kann, ist mir ein Rätsel", sagte Dreßler und meinte damit die Verpflichtung von Quarterback Andrew Elffers, der den verletzten Steven Cluley ersetzt, obwohl mit Sonny Weishaupt ein Quarterback der deutschen Nationalmannschaft als Backup zur Verfügung gestanden hätte.

Trotz einem Schuldenberg von mutmaßlich 1,5 Millionen Euro, hätten sich die Frankfurter einen Kader zusammengestellt, der "die Top-Mannschaft in Deutschland" sei. "Wenn sie einen guten Tag haben, sind sie von keiner Mannschaft zu schlagen, weder von Braunschweig, noch von Schwäbisch Hall", so Dreßler weiter. Somit sei es unverständlich "wie man so einen großen Kader stehen lassen kann, obwohl man kein Geld hat".

Weiter machte Dreßler deutlich: "Das was passiert ist, darf nicht passieren. Das ist sicherlich schädlich für den deutschen Football." Er fügte hinzu: "Die Art und Weise des Arbeitens ist nicht das, was Football in Deutschland sein sollte." Dreßler forderte den Verband auf, sein mögliches und legitimes Mittel des Punktabzuges geltend zu machen und verwies auf den Fall des Chemnitzer FC aus der 3. Fußball-Liga, der in der vergangenen Saison wegen Lizenz-Verstößen sieben Punkte abgezogen bekam. "Der Punktabzug muss so groß sein, dass die Frankfurter in diesem Jahr nicht an den Playoffs teilnehmen", so Dreßler. Für den Geschäftsführer wäre es vollkommen "unverständlich", wenn in diesem Jahr "eine Mannschaft Deutscher Meister wird, die gar nicht finanzierbar ist."

Weiterhin kritisierte er die Informationspolitik des AFVD: "Die ist natürlich arg dünn". Zwar fühle er sich nicht vom Verband im Stich gelassen, jedoch machen ihn die Vorgänge "wütend". "Es ist in höchstem Maße unfair, wie es jetzt läuft", so Dreßler weiter: "Man hätte mehr Demut zeigen müssen."

Pikant: Beide Teams befinden sich auf Playoff-Kurs und könnten in der Finalrunde im September aufeinandertreffen.


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