Montag, 22 Oktober 2018 09:00

Review: Ohio State @ Purdue 20:49

geschrieben/veröffentlicht von/durch Moritz May
Am vergangenen Wochenende reisten die ungeschlagenen Ohio State Buckeyes, die Nummer zwei des Landes, zu den ungerankten Purdue Boilmakers. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit.

Es war eine Partie eines absoluten Playoff Contenders gegen ein Team, welches absolut keine Ambitionen auf einen Platz unter den besten 25 Teams im College Football hegte. Jedoch konnten die Boilmakers den klaren Favoriten schocken und damit für den wohl größten Upset dieser Woche sorgen.

Zunächst begann das Spiel sehr schleppend, die ersten vier Drives endeten in Punts. Bis zu einem 15 Plays Drive der Boilmakers, welcher in einem Touchdownpass von Quarterback Blough auf Wide Receiver Isaac Zico endete. Die Ohio State Defense wirkte immer mehr Überrascht vom Mutigen auftreten der Boilmakers. So konnte die Purdue Offense noch vor der Pause auch ihren zweiten Passing Touchdown im Spiel verzeichnen, während die Purdue Defense die sonst so offensivstarken Buckeyes bei nur drei Punkten in der ersten Hälfte halten konnte. Die zweite Halbzeit startete vielversprechend für die Buckeyes. Sie marschierten in zehn Plays 69 Yards über das Feld. Jedoch fehlte es an der nötigen Effizienz in der Redzone, so konnten die Buckeyes durch ein Field Goal nur drei Punkte auf das Scoreboard bringen. Im darauffolgenden Drive der Boilmakers hatte die Buckeyes Defense die Purdue Offense eigentlich zu einem Punt gezwungen. Jedoch machten sich die Jungs von Ohio State selbst das Leben schwer. Beim Punt sprang Defensive Tackle Davon Hamilton in den Punter. Der darauf folgende Pentalty gab den Boilmakers ein neues First Down. Der Drive endete mit einem Touchdown der Boilmakers. Anschließend verlangsamte sich das Spiel wieder etwas, die folgenden fünf Drives führten alle nicht zu Punkten. Bis dann im vierten Quarter das Spiel noch einmal richtig Fahrt aufnahm. In aufeinanderfolgenden Drives erzielten die Boilmakers drei und die Buckeyes zwei Touchdowns. Bis im anschließenden Drive der Ohio State Buckeyes Purdue Linebacker Markus Bailey einen Pass von Ohio State Quartback Dwayne Haskins intercepten und anschließend für den spielentscheidenden Pick Six in die Endzone der Buckeyes zurücktragen konnte.



Die Purdue Offense, angeführt von Senior Quarterback David Blough überzeugte durch kreatives Playcalling und machte es einer halbherzig spielenden Buckeyes Defense schwer, Zugriff zu bekommen. Quarterback David Blough spielte ein ausgewöhnlich gutes Spiel und machte sich selbst mit seiner dritten 300 Passing Yards Performance in Folge zu einem Quarterback, über den man in der Draft Evaluation sprechen muss. Das Purdue Runninggame verbesserte sich im Spielverlauf immer weiter und explodierte quasi im vierten Quarter. Alleine mit den ersten zwei Possesions im vierten Quarter erzielte Purdue Runningback D.J. Knox zwei 40+ Yards Touchdown Runs. Die bisher starke Ohio State Defense stand in diesem Spiel vollkommen neben sich. In den Spielen zuvor erlaubte die Buckeyes Defense im Schnitt nur knapp über 300 Yards total. In diesem Spiel ließen die Ohio State Defender 539 Yards zu.
Das Problem an dieser Partie war jedoch nicht nur die Ohio State Defense. Die Offense um Heisman Hopeful Dwayne Haskins kämpfte mit extremen Problemen in der Red Zone. Aus sechs Redzone Possessions konnten die Buckeyes nur zwei Touchdowns erzielen. Zu wenig für ein Team, das sich mit den besten Teams im College Football messen möchte.

Performance der Draft Prospects:

Ohio State:

Defensive End Nick Bosa: Verletzt. Wird diese Saison nicht mehr auflaufen, da er sich nach seiner Operation auf den Draft vorbereiten möchte.
Cornerback Damon Arnette: Verletzt. Nicht gespielt.
Cornerback Kendall Sheffield: Machte keine gute Figur beim 0-7 Touchdown der Boilmakers. War beim Endzone Fade von Isaac Zico zwar nah am Mann, konnte aber den Pass nicht entscheidend stören. Ansonsten solide, muss jedoch in Man Coverage deutlich besser werden.
Defensive Tackle Dre’Mont Jones: Machte wie der ganze Ohio State Passrush eine Achterbahnfahrt durch. Erzeugte in einigen Situationen sehr gut Druck auf den Quarterback der Boilmakers. In anderen Situationen komplett abgemeldet.
Wide Receiver K.J. Hill: Führte sein Team in Receptions und Yards an. Stärkster Ohio State WR auf dem Feld. Machte eine gute Performance als Punt Returner.
Wide Receiver Parris Campbell: Führte sein Team zusammen mit K.J. Hill in Receptions an. Jedoch nur 43 Yards aus neun Receptions. Dies ist jedoch auf seinen verstärkten Einsatz im Screengame und bei kurzen Pässen zurückzuführen.
Runningback Mike Weber: Machte eine gute Figur in der Passprotection. Ohio State konnte aufgrund des frühen Rückstands das Runninggame nicht gut etablieren. Weber verzeichnete neun Carries für 45 Yards.
Offensive Tackle Isaiah Prince: Machte eine gute Figur. Keine Sacks zugelassen. Runs über seine Seite im Normalfall sehr erfolgreich.
Offensive Guard Michael Jordan: Sehr gutes Spiel vom Guard. Bügelte oft Fehler seiner Mitspieler im Runblocking aus. Der Huaptgrund dafür, dass Ohio State nur drei Tackles for a Loss zugelassen hat.

Purdue:
Quarterback David Blough: Dem Quarterback wurde vor der Saison sämtliche Draftrelevanz abgesprochen, mit aber konstant guten Leistungen (Auch in dieser Partie) zieht er sicherlich den Blick des einen oder anderen Scouts auf sich.

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