Mittwoch, 07 November 2018 10:00

Game of the Week - Review #1 Alabama @ #4 LSU 29-0

geschrieben/veröffentlicht von/durch Moritz May
Als die Alabama Crimson Tide zu den LSU Tigers reiste, lag in Baton Rouge, Louisiana Playoff Geruch in der Luft. Das Spiel, angekündigt als das Spiel des Jahres, versprach ein spannendes Duell, zweier –mehr oder weniger- ebenbürtigen Rivalen im erbitterten Kampf um die Playoffs.

Jedoch sollte das Spiel einzig die unfassbare Dominanz von Nick Sabans Crimson Tide untermauern und ein Denkmal an all jene statuieren, welche es immer noch wagten, die Klasse von Alabama anzuzweifeln.

Der extrem Dominanten Alabama Defense gelang es tatsächlich die LSU Offense komplett auszuschalten und nicht einen einzigen Punkt zuzulassen. Und dass mit einem defensiven Gameplan, der so einfach wie effektiv war. Alabama gelang es mit ihrer disziplinierten Run-Defense, das Runninggame, welches das Herzstück der LSU Offense darstellt, extrem effektiv auszuschalten. In der gesamten Partie konnten die LSU Runningbacks nur zwölf Rushing Yards bei 25 Carries erzielen. Dies entspricht einem Durchschnitt von 0,5 Yards pro Lauf. Runningback Nick Brossette, auf der Walker und Maxwell Award Watchlist, war absolut kein Faktor. Nur sieben Carries für fünf Yards konnte er nach Ende der Partie aufzeigen. Zu wenig für einen Spieler, der sich selbst als Unterschiedspieler sieht. Ohne das Runninggame war LSU dazu gezwungen, ihr Spiel in die Hände ihres Quarterbacks Joe Burrow zu legen. Jedoch bewies der Transfer aus Ohio State -wie so viele LSU Quarterbacks vor ihm- dass er leider nicht mehr, als ein guter Game Manager ist. Auch er konnte die Alabama Defense nicht schlagen. Sicher hatte Burrow kein Spiel zum vergessen, jedoch hob sich seine Leistung, in diesem für LSU so wichtigen Spiel nicht entscheidend von der seiner Mitspieler ab. In einem der beiden einzigen Redzone-Trips der Tigers unterschätzte Burrow im vierten Quarter die Athletik eines Safetys und warf einen Pick in die Endzone. Ansonsten stagnierte die LSU Offense das ganze Spiel über. In der ersten Hälfte endeten alle Drives der Tigers mit Punts. In der zweiten Hälfte der Begegnung schaffte es LSU dann sogar zwei Mal in die Redzone. Ergebnis: Ein verschossenes Field Goal und eine Interception. Jedoch ist es nicht so, dass die LSU Offense das Spiel verloren hat. Nein, die Alabama Defense hat das Spiel gewonnen.

Playmaker findet man in Alabama jedoch nicht nur auf der defensiven Seite des Balles. Auch die Offense der Crimson Tide ist gefüllt mit NFL Talent. Nicht zuletzt durch ihren spektakulären Quarterback Tua Tagovailoa gilt die Alabama Offense als eine der Besten der Liga. Der Sophomore Quarterback warf zwar seine erste Interception der Saison, spielte jedoch trotzdem ein gutes Spiel. Am Ende der Partie konnten die Alabama Fans zwei Passing Touchdowns und einen spektakulären 47 Yard Rushing Touchdown ihres Quarterbacks bejubeln. Tagovailoa, der nicht erst seit dieser Performance als Nummer eins Anwärter auf die Heisman Trophy gilt, führte seine Offense jedoch nicht alleine zum Sieg. Auch Runningback Damien Harris leistete einen Großen Anteil am Sieg der Alabama Crimson Tide. Anders als seine Kollegen im Dress der Louisiana State University hatte der Senior nämlich eine starke Partie. 19 Carries für 107 Yards und ein Touchdown standen dem Kraftpaket am Ende der Partie zu buche. Der LSU Defense gelang es nicht das Runninggame zu stoppen, welches Grundlage für das spektakuläre vertikale Passspiel von Quarterback Tagovailoa ist, zu unterbinden. Eine nennenswert gute Performance hatte ebenfalls Alabama WR Jerry Jeudy. Der Sophomore fing acht Bälle für insgesamt 103 Yards und war damit der verlässlichste Possession Receiver Alabamas.

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Alabama das Beste Team im College Football ist. Daran bestehen, spätestens nach dieser Partie keine Zweifel mehr. Ebenfalls sollte klar sein, dass Alabama eine Teilnahme an den Playoffs nicht mehr zu nehmen ist. Für LSU wird es nach dieser Niederlage knapp mit einer Playoff Teilnahme. Die Konkurrenz patzte nämlich nicht. Sowohl Michigan als auch Notre Dame, Ohio State, Georgia und Oklahoma konnten ihre Spiele gewinnen und rücken LSU nun auf die Pelle. Eine Teilnahme an den Playoffs scheint ohne große Favoritenstürze mehr und mehr unmöglich.


Performance der Draft Prospects:

Alabama:
  • RB Damien Harris: Machte ein sehr gutes Spiel. Am besten eingebunden Alabama RB. Bewies beim Touchdown seine Skills als Goal-Line Back.
  • EDGE Terrell Lewis: Inactive.
  • OT Jonah Williams: Machte einen soldien Job. Hatte von allen Bama O-Linern die meisten Probleme mit Zone Blitzes.
  • DL Raekwon Davis: Unauffälliges Spiel von Davis. Vier Tackles und einen halben Sack konnte der D-Liner verzeichnen.
  • TE Irv Smith Jr.: Ebenfalls sehr gute Partie des Tight Ends. Wird mitlerweile ähnlich in das Passspiel der Crimson Tide eingebunden wie einst OJ Howard.
  • OL Ross Pierschbacher: Hatte wie die gesamte Bama O-Line Probleme mit den Zone Blitzen der LSU Tigers. Machte ein gutes Spiel im Runblock.
  • OG Lester Cotton: Solide Partie. Verbessert sich mit jedem Spiel.
  • DL Isaiah Buggs: Sehr unauffällige Partie. Sah wenige Snaps in der D-Line Rotation. Ein Tackle und ein halber Sack.
  • LB Begernee Jennings: Inactive.
  • ILB Mack Wilson: Spielte gut mit in der Laufverteidigung. Sah jedoch auch recht wenige Snaps.
  • CB Trevon Diggs: Inactive.

LSU:
  • RB Nick Brossette (Questionable): Schwaches Spiel. Absolut kein Faktor in der LSU Offense. Jedoch Fehlten ihm auch oft die Blocks um gute Runs zu machen.
  • CB Greedy Williams: Spielte eine solide Partie, jedoch nicht auf gewohntem Level. Ließ zum ersten Mal diese Saison einen Touchdown gegen sich zu.
  • Davin White LB: Ähnlich wie Williams schwächer als sonst. Kam jedoch erst kürzlich von einer Verletzung zurück. Auch er fand keine Antwort auf die Alabama Offense.

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