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Freitag, 27 Oktober 2017 13:16

Erfolgreich passen: Drei Varianten für dein Vertical Stretch Passing Game!

geschrieben/veröffentlicht von/durch Elias Gniffke
“Concept Passing”, bezeichnet die Idee, ein Playbook auf stets gleichbleibenden Kombinationen aufzubauen, unabhängig von Formation und Alignment der gegnerischen Verteidigung. Viele Mannschaften basieren Ihr komplettes offensives System auf den Ansätzen des “Concept Passing”.

Auf diese Art und Weise ist es möglich, ein komplexes System mit hunderten Spielzügen und Varianten zu implementieren, ohne dass die Spieler unverhältnismäßig viele verschiedene Spielzüge lernen müssen. Es ist auch eine sehr effektive Methode den Sport für die Spieler zu vereinfachen, da die Spieler nur eine limitierte Anzahl an Konzepten aufnehmen müssen.

Durch die Ansätze des “Concept Passing” ist es zudem möglich, die Spieler gezielter zu coachen und auszubilden, da Sie nur auf eine limitierte Anzahl an Routen zugreifen müssen, und dementsprechend mit mehr Aufmerksamkeit fürs Detail gecoacht werden können. Durch dieses intensive Coaching fällt es den Spielern einfacher die Nuancen des Spiels zu erkennen und auch ingame Adjustments effizienter umzusetzen. Durch eine übersichtliche Anzahl an Konzepten erhalten die Spieler automatisch mehr Wiederholungen dieser Konzepte im Training, was zu einer Verbesserung der “Chemie”, also dem Erwarten von “Reads” der Mitspieler führt.

Ein gängiges Konzept ist der sogenannte “Vertical Stretch”. Diese Kombination zielt darauf ab, mehrere vertikale Zonen hintereinander abzudecken, und somit die Verteidiger zu einer schnellen Entscheidung zu zwingen. Vertical Stretch, oder auch Flood, Bench oder auch Sail-Plays genannt, haben den Vorteil, als “every-down” Pass zu funktionieren, unabhängig von der Situation oder den benötigten Yards. Auch im 2-Minute Drill ohne Timeouts sind Vertical Stretch Spielzüge zielführend, da sie sich immer in Richtung der Sideline orientieren, und dem Receiver die Mög-lichkeit geben, nach der Completion, ins Aus zu laufen und die Uhr anzuhalten. Zusätzlich kann der Vertical Stretch eine Bedeutung für den sogenannten “Scramble-Drill” haben, also die Situation, wenn die Pocket kollabiert und der QB den Spielzug improvisieren muss.

Tendenziell ist der Vertical Stretch ein “intermediate to deep pass”, also im 5-Step Passing Game zu nutzen, es gibt allerdings auch Ansätze diesen im Quick Passing einzusetzen.

STRONG SIDE FLOOD (/W TRIPS)
Strong Side FloodIn allen Vertical Stretch Plays, findet der sogenannte “Triangle Read” des Quarterback seinen Ansatz. Dieser Read bezeichnet einen “High/Low”- Read auf den getargeten Cornerback, und einen “In/Out”- Read auf den getargeten Strongside Linebacker. Hier ist es wichtig, dem Quarterback von Anfang an klare Read-Regeln nahezubringen, um die defensive Coverage bereits presnap beurteilen zu können, und nach dem Snap nur noch auf die Bewegungen der gegnerischen Spieler zu achten.

Der High/Low Read auf den Cornerback bezeichnet die gespielte Technik des Spielers. Sobald der Quarterback sieht, dass der CB mit “Z” geht (“sink technique”), und kein Flat-Assignment spielt, geht die Progression weiter auf den Linebacker. Übernimmt der Linebacker die Flat-Aufgabe, ist die intermediate Route (in diesem Falle, Y) anspielbar. Bleibt der CB in der kurzen Flat Route sitzen, und der SLB zeigt kein merkliches Outside Movement, ist der vertikale Versuch auf den Z Receiver mit Top-Defender (Hier $) anzuspielen. Bei allen intermediate Plays ist auf das Safety Movement zu achten, da die vertikale Route oftmals durch die Safeties gecovert wird. Das Ball Placement beim Deep Ball sollte in Richtung der Outside Shoulder ge-hen, um dem Defender keine Mög-lichkeit zu geben ein Play auf den Ball zu machen.

Dropped der CB tief, und der SLB reagiert auf die mittlere Out Route, ist der Spieler in der Flat anspielbar, und kann nach einer Completion mit ein wenig Raum rechnen. Im Falle von Mancoverage auf der Trips Seite, hat jeder WR die Möglichkeit sein Matchup zu gewinnen, dementsprechend kann der Ball platziert werden. Man-coverage gibt auch dem Quarterback Raum, um im Falle, dass seine WR gecovert sind den Ball zu nehmen, und selbst auf der Strongside zu laufen.

WEAKSIDE FLOOD (Y-SAIL)
Weakside FloodTiefe Variante des Flood Konzepts über die Weakside, mit Backfield Flat Route. Im Gegenteil zur Variante aus der Trips Formation, läuft in dieser Variante der Running Back die Flat Route, und der Tight End eine lange Cross Route quer über das gesamte Feld. Die Read Progression “Read Triangle” bleibt gleich, allerdings ist eine Man Identifikation bei diesem Play sehr hilfreich. In den meisten Man Szenarien, wird der RB vom MLB gecovert, was zu einem automatischen Mismatch auf der Outside führt. Der MLB hat einen sehr weiten Weg zu laufen um den RB auf seiner Flat Route zu covern, welches in einem Man Matchup zu Problemen für die Defense führen kann.

Slotreceiver “S” versucht mit einer Post Route die beiden Safeties in der Mitte des Feldes zu binden um mehr Platz auf der Outside zu haben.

Diese Variante lässt sich nach Belieben mit Playaction und Rollout verbinden, erfordert allerdings ein wenig Zeit zur Entwicklung der Routen, sowie eine gewisse Reichweite des Quarterbacks.

SMASH
SmashKurze Variante des Vertical Stretch, welche sich für das Quick Passing Game und die Redzone eignet. Hier ist nur ein Spieler relevant für den QB-Read. Pre-Snap Alignment des Cornerback, gibt dem Quarterback vor, welche Route er werfen kann. Nach dem Snap, ist der Movement Key weiterhin der Cornerback. Droppt der CB in das tiefe Drit-tel, wird der kurze Hitch completed. Bleibt der CB in der Flat sitzen, besteht die Möglichkeit die kurze Corner Route zu completen. Auch hier ist das Ball Placement wieder sehr wichtig, da die Safeties sehr früh auf die Corner Routes reagieren. Outside Shoulder, bzw. Sideline Throw verringert die Chance für ein negatives Play.

SCRAMBLE DRILL SZENARIO
Scramble Drill SzenarioViele Passspielzüge scheitern an nicht ausreichender Protection, oder einer kollabierenden Pocket. Um aus einem negativen Spielzug noch ein positives Ergebnis zu holen, eignet sich das Flood Concept idealerweise. Im Moment, wo der QB aus der Pocket ausbrechen muss, brechen die Receiver ihre Route ab, und begeben sich je nach Feldposition, in das nächstgelegene Vertical Stretch Window.

In diesem Beispiel, muss der Quarterback nach rechts aus der Pocket rollen und es wird eine kurze Slant-Flat Crossing Kombination gespielt. Die Receiver suchen sich nun automatisch, das passende Vertical Stretch Fenster, und geben dem QB somit eine Möglichkeit, wieder das Read-Triangle (CB zu OLB) zu erfassen, und den Pass zu completen.

Über den Autor Elias Gniffke

Elias GniffkeElias Gniffke, Offense Coordinator bei den Montabaur Fighting Farmers, veröffentlicht unter Coaches Corner eine monatliche Kolumne welche sich an Trainer und Interessierte richtet. Ziel ist es, einen gegenseitigen Austausch von Wissen und Erfahrungswerten anzuregen!
Feedback erwünscht unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Erstveröffentlichung ist jeweils in der Printausgabe von TOUCHDOWN24 zu finden. Die Veröffentlichung im Netz erfolgt zeitversetzt.

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Ergebnisse NFL 2017

Divisional Playoffs

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Philadelphia Eagles 15:10 Atlanta Falcons
New England Patriots 35:14 Tennessee Titans
Pittsburgh Steelers 42:45 Jacksonville Jaguars
Minnesota Vikings 29:24 New Orleans Saints

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